Ökumenische Arbeitshilfe zum "Tag der Schöpfung/ Schöpfungszeit"

Ökumenische Arbeitshilfe zum "Tag der Schöpfung/Schöpfungszeit"

Michael Kappes (Hg.), Gottes Schöpfung feiern und bewahren (Grundlagenheft), Münster , 2. Aufl. 2011.

Unter dem Titel "Gottes Schöpfung feiern und bewahren" ist von der ACK–NRW eine Arbeitshilfe für die Gestaltung des ökumenischen "Tages der Schöpfung" bzw. der "Schöpfungszeit" erstellt worden. Sie richtet sich an Christinnen und Christen aller Konfessionen, die in Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen oder in den Gemeinden vor Ort Verantwortung für die ökumenische Arbeit tragen und die neue ökumenische Initiative vor Ort aufgreifen wollen.

Die Broschüre enthält neben einer theologischen Grundlegung (Prof. Erich Zenger) verschiedene Gottesdienstmodelle zur Gestaltung des Schöpfungstages/Schöpfungszeit sowie eine Reihe ergänzender liturgischer Gestaltungselemente. Darüber hinaus bietet sie praktische Anregungen für den Einzelnen und für Gemeinden, wie sie ihre Schöpfungsverantwortung in diesem Zeitraum konkret werden lassen können. Ein Anhang mit zentralen Aussagen der Kirchen zum Thema sowie Hinweise auf weitere Materialien und hilfreiche Adressen beschließt die Arbeitshilfe.

Die Anregung, im Kirchenjahr einen Tag für die Schöpfung einzuführen, verdankt die Ökumene der Orthodoxen Kirche. 1989 ist der "Schöpfungstag" vom damaligen Ökumenischen Patriarchen, Dimitrios I., in den liturgischen Kalender der Kirche von Konstantinopel eingefügt worden. Der Patriarch lud damals die ganze "orthodoxe und christliche Welt" ein, jeweils am 1. September "zum Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre Erlösung."

Diese orthodoxe Initiative wurde auf der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz (1997) nochmals in Form einer Empfehlung aufgenommen und in der von den Kirchen Europas 2001 unterzeichneten "Charta Oecumenica" als Leitlinie 9 bekräftigt: "Wir empfehlen, einen ökumenischen Tag des Gebets für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen." Einen Schritt zu größerer Verbindlichkeit und Konkretisierung brachte schließlich die Empfehlung der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung im rumänischen Sibiu/Hermannstadt, die sich für einen bestimmten Zeitraum (1. September bis 4. Oktober) – beginnend mit dem orthodoxen Schöpfungstag über das Erntedankfest bis hin zum Gedenktag des Hl. Franz von Assisi – aussprach.

Dieser eindringliche Appell von Sibiu wurde von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) aufgenommen und auf der Mitgliederversammlung im Oktober 2009 der Beschluss gefasst, künftig in Deutschland einen ökumenischen Tag der Schöpfung zu feiern: Auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München wurde die Einführung dieses Schöpfungstages im Rahmen der zentralen ökumenischen Feier zu Christi Himmelfahrt (13. Mai 2010) feierlich proklamiert.


Bezugsadresse: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen, Domplatz 27, 48143 Münster; Tel: 0251-319; Fax 0251-6159; e-mail: info@ack-nrw.de

Preis: Pro Exemplar 2,00 Euro; ab 100 Exemplare 1,50 Euro + Versandkostenpauschale

 

 

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen
Domplatz 27
48143 Münster
Telefon: 0251 495-269
info@ack-nrw.de

Anschrift ACK NRW

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der Evangelischen Kirche von Westfalen
Olpe 35
44135 Dortmund
Telefon: 0231 54 09-72
info@ack-nrw.de

Logo Bistum Münster