Ökumenischer Schöpfungstag in Goch:
Massentierhaltung und Klimawandel stoppen

Foto: Stefan Schmelting, Evangelischer Kirchenkreis Kleve

Eine Saftpresse, ein Weinfass, ein Kreuz aus einem alten Rebstock und eine Weinrebe bildeten die Kulisse für einen Freiluftgottesdienst zum „Ökumenischen Tag der Schöpfung“ am Niederrhein. Rund 180 Besucherinnen und Besucher aus Goch und Umgebung waren dazu an die Gocher Nierswellen gekommen. Den traditionellen Gottesdienst in dem innerstädtischen Parkgelände hatte ein Team von Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen vorbereitet.

Das von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ausgewählte Motto lautete diesmal „(W)Einlang“.

Gleich zu Beginn nahmen Pastoralreferent Markus van Berlo und Reiner Weidemann von der katholischen Kirche ein Glas Wein zur Hand. „Damit wir das auch weiter tun können, müssen wir unser Klima besser schützen“, forderte Weidemann. Länder im Süden litten jetzt schon unter der Erderwärmung, die noch mehr Hunger verursache. Die Sahara dehne sich immer weiter aus. Was sich bei uns bislang „nur“ in warmen Sommern mit wenig Regen äußere, sei für andere bereits existenzbedrohend.

Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Kleve, Hans-Joachim Wefers, ging in seiner Predigt auf das Motto „(W)einklang“ ein. Darin ginge es um auch das „Weinen“, also um die Fähigkeit des Mitgefühls. Nicht nur mit anderen Menschen, sondern auch mit Tieren und Pflanzen, die ebenso Gottes Geschöpfe seien. Doch Massentierhaltung und menschengemachter Klimawandel trügen dazu bei, dass viele Arten verschwinden und vom Aussterben bedroht seien. Der „Einklang“ im Motto zur Schöpfungszeit verweise auf den christlichen Auftrag, im Einklang mit Gottes Schöpfung und den Mitmenschen zu leben. Aus Wasser Wein zu machen und ihn zu teilen, bedeute auch, jemandem mehr zu geben, als nur für seine reine Existenz zu sorgen. Der Wein als zentrales Element beim Abendmahl lädt die Menschen zu Gemeinschaft ein, und auch zu feiern. Wefers zitierte dazu Zeilen des Chorals „Das Leben sei ein Fest“.

Das Thema, „(W)einklang“ soll nach Angaben der ACK an den biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung erinnern. Die „Ökumenische Zeit der Schöpfung“ wird vom 1. September bis zum 4. Oktober (Erntedank) in zahlreichen Gemeinden begangen.
Die Ökumenische Schöpfungszeit am Niederrhein wird gestaltet vom Kreiskomittee der Katholiken im Kreis Kleve, dem Kreisdechanat Kleve, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Gocher Land und dem Evangelischen Kirchenkreis Kleve.

11.09.2020

Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise

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