Er lebt!
So bekennen Christinnen und Christen seit Ostern –
„Christus ist auferstanden!“
Dieses Bekenntnis verbindet uns – über alle Grenzen hinweg.
Die biblischen Ostergeschichten erzählen von Menschen auf dem Weg: am frühen Morgen, noch im Halbdunkel – und doch dem Licht entgegen. Auch das Gemälde „Ostermorgen“ von Caspar David Friedrich (1833) zeigt drei Frauen auf einem Pfad durch eine karge Landschaft. Noch sind die Bäume kahl, doch im Osten bricht bereits das Licht des neuen Tages an – ein Licht, das die Nacht nicht festhalten konnte.
Zwischen Nacht und Morgen, zwischen Zweifel und Hoffnung gehen sie ihren Weg.
So sind auch wir unterwegs – gemeinsam, im Vertrauen darauf, dass Christus uns vorangeht und uns den Weg ins Licht eröffnet. Er ruft uns beim Namen und sendet uns als Zeuginnen und Zeugen seiner Versöhnung in die Welt.
In einer Zeit, in der Frieden, Zukunft und Vertrauen fraglich geworden sind, erinnert uns Ostern daran: Christus begegnet uns, ruft uns ins Leben, eröffnet Wege der Versöhnung und sendet uns als Gemeinschaft der Glaubenden. Er traut uns zu, dass durch unser Handeln seine Versöhnung sichtbar wird und eine verwandelte Welt aufscheint, in der Menschen neu zueinander finden. Mit ihm wächst neues Leben – mitten unter uns und in seiner ganzen Schöpfung.
In diesem Jahr leben wir als Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Kirchen – in westlicher und östlicher Tradition – gemeinsam in der Osterzeit, verbunden im Licht des Auferstandenen, das unsere Welt verwandelt.
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen wünscht Ihnen eine gesegnete Osterzeit.