Pilgerprojekt nach Karlsruhe startet

Das Projekt „Ökumene am und im Fluss“ führt mit Rad und Schiff bis nach Karlsruhe. Die ersten Radpilger starteten in Witten. | Foto: Klaus-D. Wupper

Das Projekt „Ökumene am und im Fluss“ führt mit Rad und Schiff bis nach Karlsruhe. Die ersten Radpilger starteten in Witten. | Foto: Klaus-D. Wupper

Einen Pilgerweg mit Rad und Schiff startet die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Auf mehreren Etappen entlang des Rheins und der drei Nebenflüsse Ruhr, Wupper und Sieg sowie mit zwei Rhein-Schiffstouren geht es nach Karlsruhe. Unter dem Motto „Ökumene am und im Fluss“ führt das Pilgerprojekt von Westfalen und vom Rheinland aus zur Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), die vom 31. August bis zum 8. September in der badischen Stadt stattfinden soll. Der Weltkirchenrat wird dann erstmals in seiner Geschichte in Deutschland tagen.

Die Pilgerstafette mit dem Fahrrad wird an diesem Sonntag (1. Mai) offiziell eröffnet mit einer Etappe von Emmerich nach Wesel. Zu Beginn findet ein ökumenischer Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Christuskirche statt, in dem die Vorsitzende der ACK in NordrheinWestfalen, Pfarrerin Annette Muhr-Nelson (Dortmund), predigt. Auf dem Weg wird Station gemacht im Kloster „Haus Aspel“. Zur Abschlussandacht und Stabübergabe kommen die Pilgernden im Willibrordi-Dom in Wesel um 17.00 Uhr zusammen. Die ersten Radpilger waren am vergangenen Wochenende von Witten über den Ruhrtalradweg nach Bochum-Dahlhausen gestartet.

Das Pilgerprojekt lade dazu ein, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und sich dem ökumenischen „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“ anzuschließen, wie MuhrNelson erklärt. Auch soll es auf die große Vielfalt des Christentums aufmerksam machen, die in Karlsruhe erlebbar wird. „Die Vollversammlung biete eine einmalige Chance, Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen und Ländern zu begegnen.“ Zu der Konferenz des Weltkirchenrates werden mehr als 3.000 Delegierte aus 352 Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen erwartet. Das Motto lautet: „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“.

In Witten hatten sich rund 35 Mitglieder aus den sechs Mitgliedskirchen der lokalen ACK auf den Weg gemacht, die später von einer Delegation der Essener ACK empfangen wurden und einen „Pilgerstab“ übernahmen. Mit dabei waren auch der Wittener Bürgermeister Lars König und die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten, Julia Holtz.

Beide begrüßten das Pilgerprojekt der ACK, weil sich „Menschen aus verschiedenen Konfessionen dabei begegneten“, sagte König, der auch Kirchenvorstand in einer römischkatholischen Gemeinde ist. Für die Theologin Holtz ist klar, dass das Radpilgern nicht die Welt verändern wird, aber dass Christinnen und Christen gemeinsam besser für Frieden und Gerechtigkeit eintreten können als jeder für sich allein.

Die ökumenische Gemeinschaft betonten auch mehrere Teilnehmende. Das Pilgerprojekt führe zusammen, sagte Birga Pech während Thomas Wendt – ebenfalls aus der neuapostolischen Gemeinde Bochum-Südwest – auf die Kraft des gemeinsamen Glaubens verwies, der Halt und Zuversicht in unruhigen Zeiten geben.

Auf dem Weg nach Karlsruhe reist ein „Pilgerstab“ den ganzen Weg mit. Die Kapsel – gefüllt mit guten Wünschen von jeder Etappe - wird per Rad transportiert und von lokalen Ökumene-Gruppen von Woche zu Woche weitergegeben.

An dem Pilgerprojekt beteiligt sind mehrere lokale ACK-Gruppen, die bundesweite ACK sowie die Evangelische Kirche im Rheinland. Die Federführung der Organisation liegt bei der ACK-NRW.

Toureninfos:

Am Samstag, 30. April, führt eine Etappe (ca. 32 Kilometer) über den Ruhrtalradweg von
Essen-Burgaltendort nach Essen-Kettwig. Am Sonntag, 8. Mai, trifft die Ruhr-Stafette in
Duisburg auf die Rhein-Stafette. Von dort geht es rheinaufwärts bis nach Karlsruhe.
Parallel zum Fahrradpilgern gibt es zwischen Düsseldorf und Köln sowie zwischen Koblenz
und Boppard auch die Möglichkeit, mit dem Ökumene-Schiff zu fahren – dazu lädt die
rheinische Kirche am 22. Mai und 12. Juni ein.

Weitere Informationen im Internet:

www.ack-nrw.de/oekumene2022
www.karlsruhe2022.de

Kontakt:

Pfarrerin Annette Muhr-Nelson, annette.muhr-nelson@moewe-westfalen.de
Tel. 0231 5409-72

Marcel Möllnitz, marcel.moellnitz@moewe-westfalen.de
Tel. 0231 5409-78

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen

c/o: Pfarrerin Annette Muhr-Nelson
Olpe 35
44135 Dortmund
Telefon: 0231 54 09-72
info@ack-nrw.de

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