Werkstatt „Ökumenisch Kirche sein“ auf dem Kirchentag

Ökumene 2.0 – Neuaufbrüche nach 2017

Wie steht es um die Ökumene in Nordrhein-Westfalen? Mit dieser Frage wird sich die Werkstatt „Ökumenisch Kirche sein“ beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund (19.-23. Juni) im Katholischen Centrum (Propsteihof 10) befassen. Dabei geht es sowohl um aktuelle theologische Fragen als auch um Praxisbeispiele. Geöffnet ist die Werkstatt am Donnerstag (Fronleichnam), Freitag und Samstag, jeweils von 11 Uhr bis 18 Uhr.

Ihre Wurzeln hat die Werkstatt im Aufruf „Ökumenisch Zukunft gestalten“, die von den Leitungen der katholischen (Erz-)Bistümer und evangelischen Kirchen in NRW zum Ende des Reformationsjahres 2017 unterzeichnet wurde. Das Ziel des Aufrufs: die Zusammenarbeit der Kirchen weiter verstärken und vertiefen. Die Unterzeichner empfahlen den Gemeinden, das Miteinander zu intensivieren und fest im Alltag zu verankern. Außerdem verpflichteten sie sich selbst dazu, den großen gesellschaftlichen Problemen gemeinsam zu begegnen. Die Werkstatt auf dem Ökumenischen Kirchentag präsentiert erste Früchte dieser Vereinbarung.

Eine Frucht ist beispielsweise der konfessionell-kooperative Religionsunterricht, in dem Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Konfessionen und Glaubensrichtungen gemeinsam lernen. Auf dem Podium „Ökumenisches Lernen – Gemeinsam verantworteter Religionsunterricht in NRW“ (Freitag, 21. Juni, 15 Uhr) tauschen sich Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Roland Gottwald aus der Schulabteilung des Erzbischöflichen Generalvikariates Paderborn und Rainer Timmer, Leiter des Pädagogischen Instituts der Evangelischen Kirche von Westfalen (Schwerte-Villigst) über erste Erfahrungen aus.

Am Samstag, 22. Juni, haben Kirchentagsbesucher ab 15 Uhr Gelegenheit, die ökumenische Tauffeier kennenzulernen, die stets am Pfingstmontag in Opherdicke (Kreis Unna) stattfindet: Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes werden Kinder durch das Sakrament der Taufe in die katholische oder evangelische Kirche aufgenommen. Alternativ besteht zur gleichen Zeit die Möglichkeit, sich über Ökumenische Pilgerwege in NRW zu informieren: Der Ökumenische Pilgerweg Ostwestfalen-Lippe wird u.a. vom Dekanat Herford-Minden und dem Amt für MÖWe mitorganisiert, die Ökumenischen Klimapilgerwege werden vom Institut für Kirche und Gesellschaft (Schwerte-Villigst) der Evangelischen Kirche von Westfalen erarbeitet.

Auch aktuelle theologische Themen kommen in der Werkstatt zur Sprache. Professor Dr. Wolfgang Thönissen, Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, nimmt an einem Podium zum Thema „Gemeinsam am Tisch des Herrn – wer ist eingeladen?“ teil (Donnerstag, 15 Uhr). Ein weiteres Podium am Samstag, 11 Uhr, widmet sich ökumenischen Neuaufbrüchen nach 2017. Zu den Teilnehmern zählt der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck.

An der Werkstatt beteiligt sind das Erzbistum Paderborn, die Bistümer Essen und Münster, die Evangelische Kirche von Westfalen sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in NRW.

 

 

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen
Domplatz 27
48143 Münster
Telefon: 0251 495-269
info@ack-nrw.de

Anschrift ACK NRW

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der Evangelischen Kirche von Westfalen
Olpe 35
44135 Dortmund
Telefon: 0231 54 09-72
info@ack-nrw.de

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