Mitglieder der ACK NRW
1.) Römisch-Katholische Kirche, Erzbistum Köln
Nach katholischer Auffassung sind die von den Bischöfen geleiteten Diözesen bzw. Bistümer keine selbstständigen Kirchen, sondern Teilkirchen der einen weltweiten Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Dieses Kirchenverständnis findet seinen sichtbaren Ausdruck im Amt der Bischöfe, die den Dienst an der Einheit in ihren Bistümern immer nur in Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen und mit dem Bischof von Rom, dem Papst, ausüben. Ihm ist als Nachfolger des Petrus in besonderer Weise der Dienst an der Einheit der Kirche aufgegeben. So gehören Vielfalt und Einheit in der katholischen Kirche selbstverständlich zusammen. Gemäß den Worten des II. Vatikanischen Konzils ist die Kirche "in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit" (Lumen gentium 1). Aus dieser Bestimmung ergibt sich die ökumenische Verpflichtung der katholischen Kirche. Sie ist auf der einen Seite überzeugt, dass in ihr die Kirche Jesu Christi verwirklicht ist, zugleich bekennt sie aber, dass sie durch die Spaltungen der Christenheit verwundet ist. Deshalb bemüht sie sich gemeinsam mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften darum, dass die im gemeinsamen Glauben und in der Taufe bereits geschenkte, wenn auch noch unvollkommene Gemeinschaft untereinander zur vollen Gemeinschaft im Glauben, in den Sakramenten und im kirchlichen Amt werden kann.
Die Mitarbeit der katholischen Bistümer in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen ist so Ausdruck für die schon bestehenden Einheit der Christen und zugleich Verpflichtung, sich für die wachsende Gemeinschaft der Christen und Kirchen einzusetzen und der gemeinsamen Sendung der Christen in der Welt zu dienen. Dies geschieht in der ACK durch den geistlichen Austausch in Gebet und Gottesdienst, das Gespräch über Glaubensfragen und durch gemeinsame Initiativen in Zeugnis und Dienst in enger Vernetzung mit den lokalen ACKs und der ACK auf Bundesebene.
Erzbistum Köln
Erzbischöfliches Generalvikariat
Marzellenstraße 32
50668 Köln
Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki
Mitglieder: 2.018.634
Seelsorgebereiche: 183 mit 527 Pfarreien
Priester: 1.140, davon 784 im aktiven Dienst
Kirchenzeitung: "Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln"
Ansprechpartner:
Benjamin Gerlich
Referent für Ökumene und Weltanschauungsfragen
Erzbistum Köln
Bereich Weltkirche & Dialog
Fachbereich Dialog
Marzellenstraße 32
50668 Köln
Tel.: +49221 / 1642 7208
benjamin.gerlich(at)erzbistum-koeln.de
2.) Römisch-Katholische Kirche, Erzbistum Paderborn
Nach katholischer Auffassung sind die von den Bischöfen geleiteten Diözesen bzw. Bistümer keine selbstständigen Kirchen, sondern Teilkirchen der einen weltweiten Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Dieses Kirchenverständnis findet seinen sichtbaren Ausdruck im Amt der Bischöfe, die den Dienst an der Einheit in ihren Bistümern immer nur in Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen und mit dem Bischof von Rom, dem Papst, ausüben. Ihm ist als Nachfolger des Petrus in besonderer Weise der Dienst an der Einheit der Kirche aufgegeben. So gehören Vielfalt und Einheit in der katholischen Kirche selbstverständlich zusammen. Gemäß den Worten des II. Vatikanischen Konzils ist die Kirche "in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit" (Lumen gentium 1). Aus dieser Bestimmung ergibt sich die ökumenische Verpflichtung der katholischen Kirche. Sie ist auf der einen Seite überzeugt, dass in ihr die Kirche Jesu Christi verwirklicht ist, zugleich bekennt sie aber, dass sie durch die Spaltungen der Christenheit verwundet ist. Deshalb bemüht sie sich gemeinsam mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften darum, dass die im gemeinsamen Glauben und in der Taufe bereits geschenkte, wenn auch noch unvollkommene Gemeinschaft untereinander zur vollen Gemeinschaft im Glauben, in den Sakramenten und im kirchlichen Amt werden kann.
Die Mitarbeit der katholischen Bistümer in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen ist so Ausdruck für die schon bestehenden Einheit der Christen und zugleich Verpflichtung, sich für die wachsende Gemeinschaft der Christen und Kirchen einzusetzen und der gemeinsamen Sendung der Christen in der Welt zu dienen. Dies geschieht in der ACK durch den geistlichen Austausch in Gebet und Gottesdienst, das Gespräch über Glaubensfragen und durch gemeinsame Initiativen in Zeugnis und Dienst in enger Vernetzung mit den lokalen ACKs und der ACK auf Bundesebene.
Erzbistum Paderborn
Erzbischöfliches Generalvikariat
Domplatz 3
33098 Paderborn
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz
Mitglieder: 1.549.231
Pfarrgemeinden: 703
Priester: 1.038, davon 650 im aktiven Dienst
Kirchenzeitung: "Der Dom"
Ansprechpartner:
PD Dr. Burkhard Neumann
Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik
Leostraße 19a, 33098 Paderborn
Tel.: +495251 / 8729808
b.neumann(at)moehlerinstitut.de
3.) Römisch-Katholische Kirche, Bistum Aachen
Nach katholischer Auffassung sind die von den Bischöfen geleiteten Diözesen bzw. Bistümer keine selbstständigen Kirchen, sondern Teilkirchen der einen weltweiten Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Dieses Kirchenverständnis findet seinen sichtbaren Ausdruck im Amt der Bischöfe, die den Dienst an der Einheit in ihren Bistümern immer nur in Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen und mit dem Bischof von Rom, dem Papst, ausüben. Ihm ist als Nachfolger des Petrus in besonderer Weise der Dienst an der Einheit der Kirche aufgegeben. So gehören Vielfalt und Einheit in der katholischen Kirche selbstverständlich zusammen. Gemäß den Worten des II. Vatikanischen Konzils ist die Kirche "in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit" (Lumen gentium 1). Aus dieser Bestimmung ergibt sich die ökumenische Verpflichtung der katholischen Kirche. Sie ist auf der einen Seite überzeugt, dass in ihr die Kirche Jesu Christi verwirklicht ist, zugleich bekennt sie aber, dass sie durch die Spaltungen der Christenheit verwundet ist. Deshalb bemüht sie sich gemeinsam mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften darum, dass die im gemeinsamen Glauben und in der Taufe bereits geschenkte, wenn auch noch unvollkommene Gemeinschaft untereinander zur vollen Gemeinschaft im Glauben, in den Sakramenten und im kirchlichen Amt werden kann.
Die Mitarbeit der katholischen Bistümer in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen ist so Ausdruck für die schon bestehenden Einheit der Christen und zugleich Verpflichtung, sich für die wachsende Gemeinschaft der Christen und Kirchen einzusetzen und der gemeinsamen Sendung der Christen in der Welt zu dienen. Dies geschieht in der ACK durch den geistlichen Austausch in Gebet und Gottesdienst, das Gespräch über Glaubensfragen und durch gemeinsame Initiativen in Zeugnis und Dienst in enger Vernetzung mit den lokalen ACKs und der ACK auf Bundesebene.
Bistum Aachen
Bischöfliches Generalvikariat
Klosterplatz 7
52062 Aachen
Bischof Dr. Helmut Dieser
Mitglieder: 987.722
Pfarrgemeinden: 326
Priester: 209 im aktiven Dienst
Kirchenzeitung: "Kirchenzeitung für das Bistum Aachen"
Ansprechpartner:
Dr. theol. Tim Lindfeld
Bischöfliches Generalvikariat
Klosterplatz 7
52062 Aachen
+49 (0) 241 452523
oekumene@bistum-aachen.de
4.) Römisch-Katholische Kirche, Bistum Essen
Nach katholischer Auffassung sind die von den Bischöfen geleiteten Diözesen bzw. Bistümer keine selbstständigen Kirchen, sondern Teilkirchen der einen weltweiten Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Dieses Kirchenverständnis findet seinen sichtbaren Ausdruck im Amt der Bischöfe, die den Dienst an der Einheit in ihren Bistümern immer nur in Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen und mit dem Bischof von Rom, dem Papst, ausüben. Ihm ist als Nachfolger des Petrus in besonderer Weise der Dienst an der Einheit der Kirche aufgegeben. So gehören Vielfalt und Einheit in der katholischen Kirche selbstverständlich zusammen. Gemäß den Worten des II. Vatikanischen Konzils ist die Kirche "in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit" (Lumen gentium 1). Aus dieser Bestimmung ergibt sich die ökumenische Verpflichtung der katholischen Kirche. Sie ist auf der einen Seite überzeugt, dass in ihr die Kirche Jesu Christi verwirklicht ist, zugleich bekennt sie aber, dass sie durch die Spaltungen der Christenheit verwundet ist. Deshalb bemüht sie sich gemeinsam mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften darum, dass die im gemeinsamen Glauben und in der Taufe bereits geschenkte, wenn auch noch unvollkommene Gemeinschaft untereinander zur vollen Gemeinschaft im Glauben, in den Sakramenten und im kirchlichen Amt werden kann.
Die Mitarbeit der katholischen Bistümer in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen ist so Ausdruck für die schon bestehenden Einheit der Christen und zugleich Verpflichtung, sich für die wachsende Gemeinschaft der Christen und Kirchen einzusetzen und der gemeinsamen Sendung der Christen in der Welt zu dienen. Dies geschieht in der ACK durch den geistlichen Austausch in Gebet und Gottesdienst, das Gespräch über Glaubensfragen und durch gemeinsame Initiativen in Zeugnis und Dienst in enger Vernetzung mit den lokalen ACKs und der ACK auf Bundesebene.
Bistum Essen
Bischöfliches Generalvikariat
Zwölfling 16
45127 Essen
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck
Mitglieder: 679.495
Pfarrgemeinden: 40
Priester: 407
Stand: 2022
Ansprechpartner:
Christoph Schaten
Bischöfliches Generalvikariat
Referat für Ökumene
Zwölfling 16
45127 Essen
Tel.: +49 (0) 201 2204681, +49 (0)1713830022
Fax: +49 (0) 201 / 2204-842 681
E-Mail: christoph.schaten@bistum-essen.de
5.) Römisch-Katholische Kirche, Bistum Münster
Nach katholischer Auffassung sind die von den Bischöfen geleiteten Diözesen bzw. Bistümer keine selbstständigen Kirchen, sondern Teilkirchen der einen weltweiten Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Dieses Kirchenverständnis findet seinen sichtbaren Ausdruck im Amt der Bischöfe, die den Dienst an der Einheit in ihren Bistümern immer nur in Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen und mit dem Bischof von Rom, dem Papst, ausüben. Ihm ist als Nachfolger des Petrus in besonderer Weise der Dienst an der Einheit der Kirche aufgegeben. So gehören Vielfalt und Einheit in der katholischen Kirche selbstverständlich zusammen. Gemäß den Worten des II. Vatikanischen Konzils ist die Kirche "in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit" (Lumen gentium 1). Aus dieser Bestimmung ergibt sich die ökumenische Verpflichtung der katholischen Kirche. Sie ist auf der einen Seite überzeugt, dass in ihr die Kirche Jesu Christi verwirklicht ist, zugleich bekennt sie aber, dass sie durch die Spaltungen der Christenheit verwundet ist. Deshalb bemüht sie sich gemeinsam mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften darum, dass die im gemeinsamen Glauben und in der Taufe bereits geschenkte, wenn auch noch unvollkommene Gemeinschaft untereinander zur vollen Gemeinschaft im Glauben, in den Sakramenten und im kirchlichen Amt werden kann.
Die Mitarbeit der katholischen Bistümer in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen ist so Ausdruck für die schon bestehenden Einheit der Christen und zugleich Verpflichtung, sich für die wachsende Gemeinschaft der Christen und Kirchen einzusetzen und der gemeinsamen Sendung der Christen in der Welt zu dienen. Dies geschieht in der ACK durch den geistlichen Austausch in Gebet und Gottesdienst, das Gespräch über Glaubensfragen und durch gemeinsame Initiativen in Zeugnis und Dienst in enger Vernetzung mit den lokalen ACKs und der ACK auf Bundesebene.
Bistum Münster
Bischöfliches Generalvikariat
Domplatz 27
48143 Münster
Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers
Mitglieder: 1.907.792
Pfarrgemeinden: 228
Priester: 1.129, davon 674 im aktiven Dienst
Kirchenzeitung: "Kirche und Leben"
Ansprechpartner:
Dr. Aurica Jax
Referentin für Ökumene
Bischöfliches Generalvikariat
Kirche im Pastoralen Raum
Referat Kirchenentwicklung
Rosenstraße 16 | 48143 Münster Tel.: +49251 / 495 - 17020
jax(at)bistum-muenster.de
6.) Evangelische Kirche von Westfalen
Die aus der Reformation hervor gegangenen evangelischen Kirchen gründen sich auf die in der Heiligen Schrift bezeugte Heilszusage des dreieinigen Gottes. "Das Evangelium ist die Botschaft von Jesus Christus, dem Heil der Welt, in Erfüllung der an das Volk des Alten Bundes ergangenen Verheißung.
Sein rechtes Verständnis haben die reformatorischen Väter in der Lehre von der Rechtfertigung zum Ausdruck gebracht", heißt es dazu in der Leuenberger Konkordie. Dieses Dokument, das 1973 unterzeichnet wurde, ist das Ergebnis intensiver Lehrgespräche zwischen lutherischen, reformierten und unierten Kirchen in Europa und führte zur Überwindung von Kirchentrennungen. Alle deutschen Landeskirchen haben die Leuenberger Konkordie angenommen. Mit ihrem Verständnis des Evangeliums stellen sie sich auf den Boden der altkirchlichen Symbole und erklären die Rechtfertigungsbotschaft zum "Maßstab aller Verkündigung der Kirche" (LK I.12).
Für diese gemeinsame Aufgabe aller Christinnen und Christen sehen die evangelischen Kirchen in der Zusammenarbeit der ACK eine aussichtsreiche Perspektive.
Einheit in Vielfalt spiegelt sich in den evangelischen Landeskirchen u.a. darin wider, dass es Gemeinden lutherischer, reformierter und unierter Prägung gibt. Leitungsorgane sind die Presbyterien, die Kreissynoden und die Landessynoden.
Evangelische Kirche von Westfalen
Landeskirchenamt
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld
Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder
Mitglieder: 2.001.009 (Stand: 2022)
Gemeinden: 442
Kirchenzeitung: "Unsere Kirche"
Ansprechpartner:
Pfarrer Dr. Christian Hohmann
c/o oikos-Institut für Mission und Ökumene
Marcus Grabowski
Olpe 35
44135 Dortmund
Tel.: +49231 / 540970
christian.hohmann(at)ekvw.de
7.) Evangelische Kirche im Rheinland
Die evangelischen Kirchen gründen sich auf die in der Heiligen Schrift bezeugte Heilszusage des dreieinigen Gottes. Sie erkennen Gottes voraussetzungslose Treue im Schöpfungswort des Vaters, in Gottes verzeihender Hingabe an seine Geschöpfe im Sohn und in Gottes Gegenwart im Heiligen Geist. Indem Menschen die rechtfertigende Gnade Gottes in Jesus Christus durch den Heiligen Geist im Glauben empfangen, werden sie zur "Gemeinschaft der Heiligen" verbunden. Deshalb möchten die evangelischen Kirchen mit allen Christen im Sinne des altkirchlichen Bekenntnisses zur "einen, heiligen, katholischen (allumfassenden) und apostolischen Kirche" durch die Verkündigung (Apostolizität) der einen frohen Botschaft (Einheit) über alle Grenzen hinweg (Katholizität) zur Gemeinschaft mit Gott (Heiligkeit) einladen.
Für diese gemeinsame Aufgabe aller Christen sehen die evangelischen Kirchen in der Zusammenarbeit der ACK eine besondere Chance und eine aussichtsreiche Perspektive. Die in der Gemeinschaft des dreieinigen Gottes bestehende Einheit in Vielfalt spiegelt sich in den evangelischen Landeskirchen unter anderem darin wider, dass es Gemeinden evangelischlutherischer, evangelisch-reformierter und evangelisch-unierter Prägung gibt. Leitungsorgane sind die Presbyterien, die Kreissynoden und die Landessynoden.
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt
Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
Präses Dr. Thorsten Latzel
Tel: 02 11 / 4 56 20
E-Mail: LKA(at)ekir-lka.de
Mitglieder: 2.581.400
Gemeinden: 704
Kirchenzeitung: "Chrismon plus Rheinland"
Ansprechpartner:
Landeskirchenrat Pfr. Markus Schaefer
- Das Landeskirchenamt -
Abt. 1 Theologie und Ökumene
Dez. 1.2 Ökumene
Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
Tel.: +49211 / 4562403
markus.schaefer(at)ekir.de
8.) Lippische Landeskirche
Evangelische Kirche
Die evangelischen Kirchen gründen sich auf die in der Heiligen Schrift bezeugte Heilszusage des dreieinigen Gottes. Sie erkennen Gottes voraussetzungslose Treue im Schöpfungswort des Vaters, in Gottes verzeihender Hingabe an seine Geschöpfe im Sohn und in Gottes Gegenwart im Heiligen Geist. Indem Menschen die rechtfertigende Gnade Gottes in Jesus Christus durch den Heiligen Geist im Glauben empfangen, werden sie zur "Gemeinschaft der Heiligen" verbunden. Deshalb möchten die evangelischen Kirchen mit allen Christen im Sinne des altkirchlichen Bekenntnisses zur "einen, heiligen, katholischen (allumfassenden) und apostolischen Kirche" durch die Verkündigung (Apostolizität) der einen frohen Botschaft (Einheit) über alle Grenzen hinweg (Katholizität) zur Gemeinschaft mit Gott (Heiligkeit) einladen.
Für diese gemeinsame Aufgabe aller Christen sehen die evangelischen Kirchen in der Zusammenarbeit der ACK eine besondere Chance und eine aussichtsreiche Perspektive. Die in der Gemeinschaft des dreieinigen Gottes bestehende Einheit in Vielfalt spiegelt sich in den evangelischen Landeskirchen unter anderem darin wider, dass es Gemeinden evangelischlutherischer, evangelisch-reformierter und evangelisch-unierter Prägung gibt. Leitungsorgane sind die Presbyterien, die Kreissynoden und die Landessynoden.
Lippische Landeskirche
Landeskirchenamt
Leopoldstraße 27
32756 Detmold
Landessuperintendent Dietmar Arends
Mitglieder: 162.711
Gemeinden: 69 (ev.-lutherische und ev.-reformierte Gemeinden)
Kirchenzeitung: "Unsere Kirche"
Ansprechpartner:
Pfarrer Stephan Schmidtpeter
Homeiener Str. 3
32694 Dörentrup
Tel.: 05265 - 204
E-Mail: stephan.schmidtpeter(at)lippische-landeskirche.de
9.) Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
Orthodoxe Kirche
Die Kirchenspaltung des Jahres 1054 zwischen Ost- und Westkirche führte dazu, dass die orthodoxe Kirche, die bis dahin in Einheit mit dem Patriarchat von Rom existiert hatte, für viele Jahrhunderte auf die traditionellen Jurisdiktionsbereiche der zunächst nur vier Patriarchate des Ostens (Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem) begrenzt blieb. Im Lauf der Zeit kamen das Patriarchat von Moskau und die im Gefolge des Zerfalls des osmanischen Reiches neu entstandenen autokephalen (eigenständigen) Kirchen der neuen Nationalstaaten des Balkans hinzu.
Erst die russische Revolution von 1918 bewirkte, dass sich orthodoxe Christen in nennenswerter Zahl in Ländern ansiedelten, in denen die westlichen Konfessionen des Christentums zu Hause sind. Die weiteren gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verwerfungen des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts führten zu immer neuen Migrationsschüben, in denen orthodoxe Christen ihre angestammte Heimat bis in die jüngste Gegenwart hinein verließen. Infolgedessen zählt auch NRW eine noch immer wachsende Zahl orthodoxer Kirchengemeinden von inzwischen acht orthodoxen Diözesen.
Alle orthodoxen Diözesen Deutschlands arbeiten seit dem Jahr 2010 in der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) zusammen.
Im Jahre 2009 hatte die auf das geplante panorthodoxe Konzil vorbereitende Vierte Präkonziliare Konferenz in Chambésy bei Genf entschieden, in Deutschland eine Bischofskonferenz zu errichten, in der die Bischöfe trotz der noch unterschiedlichen Zugehörigkeit ihrer Diözesen ihre Verantwortung für die Orthodoxie in Deutschland gemeinsam wahrnehmen und so eine Entwicklung einleiten, die sich in einer geeinten orthodoxen Ortskirche in Deutschland vollenden soll.
Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland Exarchat von Zentraleuropa
Organisierte griechisch-orthodoxe Gemeinden gibt es in Deutschland seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Seit 1922 waren diese Gemeinden dem griechisch-orthodoxen Erzbischof von Thyateira und Großbritannien unterstellt. Im Jahre 1963 wurde vom Ökumenischen Patriarchen und der Heiligen Synode die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland errichtet. Sie ist ein Exarchat des Ökumenischen Patriarchats und untersteht wie alle griechisch-orthodoxen Auslandsdiözesen seiner Jurisdiktion. An ihrer Spitze steht ein Metropolit, der seinen Sitz in Bonn hat. Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland ist Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Metropolit Augoustinos von Deutschland
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 2
53227 Bonn
Mitglieder: etwa 400.000
Gemeinden: 60
Metropolit: 1
Bischöfe: 3
Priester: 80, davon 20 Priester in 20 Gemeinden mit etwa 100.000 Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen
Ansprechpartner:
Priester Panagiotis Karagiouvanis
Harffer Str. 84
41469 Neuss
p.karagiouvanis(at)orthodoxie.net
10.) Serbisch-Orthodoxe Kirche
Orthodoxe Kirche
Die Kirchenspaltung des Jahres 1054 zwischen Ost- und Westkirche führte dazu, dass die orthodoxe Kirche, die bis dahin in Einheit mit dem Patriarchat von Rom existiert hatte, für viele Jahrhunderte auf die traditionellen Jurisdiktionsbereiche der zunächst nur vier Patriarchate des Ostens (Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem) begrenzt blieb. Im Lauf der Zeit kamen das Patriarchat von Moskau und die im Gefolge des Zerfalls des osmanischen Reiches neu entstandenen autokephalen (eigenständigen) Kirchen der neuen Nationalstaaten des Balkans hinzu.
Erst die russische Revolution von 1918 bewirkte, dass sich orthodoxe Christen in nennenswerter Zahl in Ländern ansiedelten, in denen die westlichen Konfessionen des Christentums zu Hause sind. Die weiteren gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verwerfungen des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts führten zu immer neuen Migrationsschüben, in denen orthodoxe Christen ihre angestammte Heimat bis in die jüngste Gegenwart hinein verließen. Infolgedessen zählt auch NRW eine noch immer wachsende Zahl orthodoxer Kirchengemeinden von inzwischen acht orthodoxen Diözesen.
Alle orthodoxen Diözesen Deutschlands arbeiten seit dem Jahr 2010 in der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) zusammen.
Im Jahre 2009 hatte die auf das geplante panorthodoxe Konzil vorbereitende Vierte Präkonziliare Konferenz in Chambésy bei Genf entschieden, in Deutschland eine Bischofskonferenz zu errichten, in der die Bischöfe trotz der noch unterschiedlichen Zugehörigkeit ihrer Diözesen ihre Verantwortung für die Orthodoxie in Deutschland gemeinsam wahrnehmen und so eine Entwicklung einleiten, die sich in einer geeinten orthodoxen Ortskirche in Deutschland vollenden soll.
Serbisch-Orthodoxe Kirche
In Hildesheim-Himmelsthür ist der Sitz des serbisch-orthodoxen Bischofs für Mitteleuropa. In der BRD leben ca. 350.000 serbisch-orthodoxe Christen. Die Diözese in Deutschland ist in vier Bischofsdekanaten organisiert: Bischofsdekanat für Bayern, für Süddeutschland, für Nord- und Ostdeutschland und für Nordrhein-Westfalen. In NRW leben ca. 60.000 serbisch-orthodoxe Christen, die in 9 Gemeinden organisiert sind: Altena, Aachen, Bielefeld, Bocholt, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Köln und Wuppertal. In Köln ist auch der Sitz des Bischofsdekan für NRW.
Ansprechpartner:
Priester Mladen Janjic
Frankenplatz 15
51149 Köln
Tel.: 0179 1660620
Mladen.janjic(at)web.de
Priester Dragan Colakovic
Dragan.colakovic(at)aol.de
11.) Russisch-Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats
Orthodoxe Kirche
Die Kirchenspaltung des Jahres 1054 zwischen Ost- und Westkirche führte dazu, dass die orthodoxe Kirche, die bis dahin in Einheit mit dem Patriarchat von Rom existiert hatte, für viele Jahrhunderte auf die traditionellen Jurisdiktionsbereiche der zunächst nur vier Patriarchate des Ostens (Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem) begrenzt blieb. Im Lauf der Zeit kamen das Patriarchat von Moskau und die im Gefolge des Zerfalls des osmanischen Reiches neu entstandenen autokephalen (eigenständigen) Kirchen der neuen Nationalstaaten des Balkans hinzu.
Erst die russische Revolution von 1918 bewirkte, dass sich orthodoxe Christen in nennenswerter Zahl in Ländern ansiedelten, in denen die westlichen Konfessionen des Christentums zu Hause sind. Die weiteren gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verwerfungen des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts führten zu immer neuen Migrationsschüben, in denen orthodoxe Christen ihre angestammte Heimat bis in die jüngste Gegenwart hinein verließen. Infolgedessen zählt auch NRW eine noch immer wachsende Zahl orthodoxer Kirchengemeinden von inzwischen acht orthodoxen Diözesen.
Alle orthodoxen Diözesen Deutschlands arbeiten seit dem Jahr 2010 in der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) zusammen.
Im Jahre 2009 hatte die auf das geplante panorthodoxe Konzil vorbereitende Vierte Präkonziliare Konferenz in Chambésy bei Genf entschieden, in Deutschland eine Bischofskonferenz zu errichten, in der die Bischöfe trotz der noch unterschiedlichen Zugehörigkeit ihrer Diözesen ihre Verantwortung für die Orthodoxie in Deutschland gemeinsam wahrnehmen und so eine Entwicklung einleiten, die sich in einer geeinten orthodoxen Ortskirche in Deutschland vollenden soll.
Russische Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats
Die Gemeinden der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Nordrhein-Westfalen (und zwar in Aachen, Bonn, Dortmund, Duisburg, Essen, Köln, Menden, Neuss, Paderborn, Wuppertal) unterstehen Erzbischof Tichon von Berlin und Deutschland (mit Sitz in Berlin). Sie bilden im Wesentlichen das Westdeutsche Dekanat der Diözese (Dekan. Archimandrit Iosif Pustoutov, Aachen).
Die Gemeinde in Düsseldorf (bei der Ständigen Vertretung der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland) ist stauropegial (direkt dem Patriarchen unterstellt) und wird von Erzbischof Longin von Klin geleitet.
Ansprechpartner:
Bischöflicher Rat Ipodiakon Nikolaj Thon
c/o Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland
Generalsekretariat:
Splintstraße 6 a
44139 Dortmund
Tel.: 02 31 / 1 89 97 95
Fax: 02 31 / 1 89 97 96
E-Mail: orthodoxe-kirche(at)web.de
oder nikolaj.thon(at)rambler.ru
12.) Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland
Die Russische Orthodoxe Kirche im Ausland ist ein selbstverwaltender Teil der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. Die Russische Orthodoxe Diözese von Berlin und Deutschland wurde 1926 als selbständiges Bistum konstituiert und ist das älteste orthodoxe Bistum in Deutschland. Sie wird von Erzbischof Mark geleitet, der im Kloster des hl. Hiob in München residiert. In Nordrhein-Westfalen bestehen Gemeinden in Bielefeld, Bochum, Detmold, Düsseldorf, Köln, Minden, Münster und Siegen.
Ansprechpartner:
Priester Prof. Dr. Andrej Ostapchouk
Berensbergerstraße 32
52134 Herzogenrath
13.) Exarchat der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa
Das Exarchat der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa (bis 1999 Erzbistum der orthodoxen russischen Gemeinden in Westeuropa) ist aus der im Jahr 1921 gegründeten westeuropäischen Diözese des Patriarchats Moskau hervorgegangen und ist seit dem Jahr 1931 eine Diözese des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel. Der Sitz des Exarchats ist Paris.
Zunächst gegründet für die russischen Flüchtlinge der Revolution von 1918 hat es sich durch seine von Anfang an aktive Rolle im ökumenischen Dialog und den eminenten theologischen Beitrag des 1925 von dem orthodoxen Theologen und Priester Sergej Bulgakov gegründeten Theologischen Instituts des hl. Sergius von Radonesh in Paris mehr als alle anderen orthodoxen Diözesen in Westeuropa exponiert. Infolgedessen ist auch der Anteil von Gläubigen westlicher Herkunft in den Gemeinden des Exarchats vergleichsweise groß.
Die überwiegende Zahl der Gemeinden des Exarchats befindet sich in Frankreich. Hinzu kommen zahlreiche Gemeinden in Großbritannien, Irland, Skandinavien, Benelux, Italien und Spanien sowie drei kleine Gemeinden in Deutschland. Die Gemeinde der heiligen Erzengel in Düsseldorf ist deutschsprachig.
Ansprechpartner:
Erzpriester Peter Sonntag
Römerstr. 440d
50321 Brühl
Tel.: 0 22 32 / 20 06 80
E-Mail: orthodoxe_parochie(at)yahoo.de
14.) Ukrainische Orthodoxe Kirche
Orthodoxe Kirche
Die Kirchenspaltung des Jahres 1054 zwischen Ost- und Westkirche führte dazu, dass die orthodoxe Kirche, die bis dahin in Einheit mit dem Patriarchat von Rom existiert hatte, für viele Jahrhunderte auf die traditionellen Jurisdiktionsbereiche der zunächst nur vier Patriarchate des Ostens (Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem) begrenzt blieb. Im Lauf der Zeit kamen das Patriarchat von Moskau und die im Gefolge des Zerfalls des osmanischen Reiches neu entstandenen autokephalen (eigenständigen) Kirchen der neuen Nationalstaaten des Balkans hinzu.
Erst die russische Revolution von 1918 bewirkte, dass sich orthodoxe Christen in nennenswerter Zahl in Ländern ansiedelten, in denen die westlichen Konfessionen des Christentums zu Hause sind. Die weiteren gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verwerfungen des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts führten zu immer neuen Migrationsschüben, in denen orthodoxe Christen ihre angestammte Heimat bis in die jüngste Gegenwart hinein verließen. Infolgedessen zählt auch NRW eine noch immer wachsende Zahl orthodoxer Kirchengemeinden von inzwischen acht orthodoxen Diözesen.
Alle orthodoxen Diözesen Deutschlands arbeiten seit dem Jahr 2010 in der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) zusammen.
Im Jahre 2009 hatte die auf das geplante panorthodoxe Konzil vorbereitende Vierte Präkonziliare Konferenz in Chambésy bei Genf entschieden, in Deutschland eine Bischofskonferenz zu errichten, in der die Bischöfe trotz der noch unterschiedlichen Zugehörigkeit ihrer Diözesen ihre Verantwortung für die Orthodoxie in Deutschland gemeinsam wahrnehmen und so eine Entwicklung einleiten, die sich in einer geeinten orthodoxen Ortskirche in Deutschland vollenden soll.
Ukrainische Orthodoxe Kirche
Die Ukrainische Orthodoxe Kirche in der Diaspora befindet sich in der Jurisdiktion des Patriarchats von Konstantinopel. Ihr Oberhaupt ist Metropolit der Ukrainischen Orthodoxen Kirche der USA, Erzbischof Antonij Scharba, mit Sitz in South Bound Brook, NJ 0888o / USA. Die ukrainischen orthodoxen Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland und in anderen westeuropäischen Ländern werden von Erzbischof von Pamphilos Daniel Zelinski, dem Leitenden Bischof der Ukrainischen Orthodoxen Eparchie von Westeuropa mit Sitz in USA, (w.o.a.), bischöflich betreut.
Ansprechpartner:
Erzpriester Volodymyr Soroka
Gemeinde des Hl. Nikolaus, Erzbischof von Myra, Wundertäter
In der Elb 2, 40229 Düsseldorf
Tel. +49 (0) 1639418643
Email: pfarrervolodymyr(at)web.de
Internet: uokd.de
15.) Griechisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien (Rum-Orthodox)
Orthodoxe Kirche
Die Kirchenspaltung des Jahres 1054 zwischen Ost- und Westkirche führte dazu, dass die orthodoxe Kirche, die bis dahin in Einheit mit dem Patriarchat von Rom existiert hatte, für viele Jahrhunderte auf die traditionellen Jurisdiktionsbereiche der zunächst nur vier Patriarchate des Ostens (Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem) begrenzt blieb. Im Lauf der Zeit kamen das Patriarchat von Moskau und die im Gefolge des Zerfalls des osmanischen Reiches neu entstandenen autokephalen (eigenständigen) Kirchen der neuen Nationalstaaten des Balkans hinzu.
Erst die russische Revolution von 1918 bewirkte, dass sich orthodoxe Christen in nennenswerter Zahl in Ländern ansiedelten, in denen die westlichen Konfessionen des Christentums zu Hause sind. Die weiteren gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verwerfungen des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts führten zu immer neuen Migrationsschüben, in denen orthodoxe Christen ihre angestammte Heimat bis in die jüngste Gegenwart hinein verließen. Infolgedessen zählt auch NRW eine noch immer wachsende Zahl orthodoxer Kirchengemeinden von inzwischen acht orthodoxen Diözesen.
Alle orthodoxen Diözesen Deutschlands arbeiten seit dem Jahr 2010 in der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) zusammen.
Im Jahre 2009 hatte die auf das geplante panorthodoxe Konzil vorbereitende Vierte Präkonziliare Konferenz in Chambésy bei Genf entschieden, in Deutschland eine Bischofskonferenz zu errichten, in der die Bischöfe trotz der noch unterschiedlichen Zugehörigkeit ihrer Diözesen ihre Verantwortung für die Orthodoxie in Deutschland gemeinsam wahrnehmen und so eine Entwicklung einleiten, die sich in einer geeinten orthodoxen Ortskirche in Deutschland vollenden soll.
Griechisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland (Rum-Orthodox)
Antiochenische Erzdiözese von West- und Mitteleuropa (Rum-Orthodox)
Die griechisch-orthodoxe Kirche des Patriarchats von Antiochien in der Bundesrepublik Deutschland besteht aus ca. 23 Gemeinden mit etwa 40.000 bis 50.000 Gläubigen aus Syrien, dem Libanon, der Türkei und Palästina.
Die Erzdiözese wird von Seiner Eminenz Metropolit Isaak (Barakt) geleitet. In Nordrhein-Westfalen befinden sich vier Gemeinden: in Köln und Münster/Osnabrück und Kassel. Der Sitz der Diözese ist Köln.
Anlässlich des IV. Ökumenischen Konzils in Chalkedon (451 n. Chr.) kam es zur Trennung zwischen der orthodoxen Kirche und den später so bezeichneten orientalischen oder altorientalischen orthodoxen Kirchen. Anlass dieser Trennung waren Fragen der Christologie (göttliche und menschliche Natur Christi.) Vor kurzem haben aber beide Kirchenfamilien in ihrem offiziellen Dialog feststellen dürfen, dass diese Fragen heute nicht mehr als kirchentrennend empfunden werden. Die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit soll nun vorbereitet werden.
Ansprechpartner:
Erzpriester Dimyan Yakupoğlu
Gemeinde St. Dimitrios
Geranienweg 27-29
50769 Köln
+49163 4678439
dy(at)rum-orthodox.de
16.) Syrisch-Orthodoxe Kirche, Patriarchat Antiochien
Orientalische orthodoxe Kirchen
Anlässlich des IV. Ökumenischen Konzils in Chalkedon (451 n. Chr.) kam es zur Trennung zwischen der orthodoxen Kirche und den später so bezeichneten orientalischen oder altorientalischen orthodoxen Kirchen. Anlass dieser Trennung waren Fragen der Christologie (göttliche und menschliche Natur Christi). Vor kurzem haben aber beide Kirchenfamilien in ihrem offiziellen Dialog feststellen dürfen, dass diese Fragen heute nicht mehr als kirchentrennend empfunden werden. Die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit soll nun vorbereitet werden.
Syrisch-Orthodoxe Kirche, Patriarchat Antiochien
Die etwa 20.000 verstreut lebenden syrisch-orthodoxen Christen in Nordrhein-Westfalen leben in 16 Gemeinden mit 14 Kirchen, die zum Syrisch-orthodoxen Kirchenkreis in NRW e.V. zählen, der seit 1995 besteht. Dazu gehören die folgenden Gemeinden: Drei Gemeinden bestehen jeweils in Gütersloh und Paderborn, hinzu kommen die Einzelgemeinden Delbrück, Rheda-Wiedenbrück, Harsewinkel, Gronau und Bocholt. Im Raum Köln (Euskirchen und Mönchengladbach) und Ahlen bestehen jeweils zwei Gemeinden. Für Herne und das Ruhrgebiet gibt es eine Gesamtgemeinde, die den Raum Essen, Duisburg, Dortmund und Düsseldorf umfasst. Ihre Gemeinden unterstehen Erzbischof Mor Philoxenos Matthias Nayis, der seinen Sitz in Warburg im Kloster „St. Jakob von Sarug“ hat.
Erzbischof Mor Philoxenos Matthias Nayis
Bischof der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Deutschland
Klosterstraße 10
34414 Warburg
St. Jakob-von-Sarug Kloster
Tel.: 0 56 41 / 74 69 56
17.) Syrisch-Orthodoxe Kirche (Indien)
Orientalische orthodoxe Kirchen
Anlässlich des IV. Ökumenischen Konzils in Chalkedon (451 n. Chr.) kam es zur Trennung zwischen der orthodoxen Kirche und den später so bezeichneten orientalischen oder altorientalischen orthodoxen Kirchen. Anlass dieser Trennung waren Fragen der Christologie (göttliche und menschliche Natur Christi). Vor kurzem haben aber beide Kirchenfamilien in ihrem offiziellen Dialog feststellen dürfen, dass diese Fragen heute nicht mehr als kirchentrennend empfunden werden. Die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit soll nun vorbereitet werden.
Syrisch-Orthodoxe Kirche (Indien)
Ansprechpartner
N. N.
18.) Äthiopisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland
Orientalische orthodoxe Kirchen
Anlässlich des IV. Ökumenischen Konzils in Chalkedon (451 n. Chr.) kam es zur Trennung zwischen der orthodoxen Kirche und den später so bezeichneten orientalischen oder altorientalischen orthodoxen Kirchen. Anlass dieser Trennung waren Fragen der Christologie (göttliche und menschliche Natur Christi). Vor kurzem haben aber beide Kirchenfamilien in ihrem offiziellen Dialog feststellen dürfen, dass diese Fragen heute nicht mehr als kirchentrennend empfunden werden. Die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit soll nun vorbereitet werden.
Äthiopisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland
Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche ist eine der ältesten Kirchen der Christenheit überhaupt. Das Christentum gelangte schon im 1. Jahrhundert nach Äthiopien, wie es in der Apostelgeschichte (8, 26-40) überliefert ist. Der erste Bischof der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche Abba Salam (Vater des Friedens) oder Kesate Berhan (Offenbarer des Lichtes) wurde 328 vom Patriarchen von Alexandria geweiht. Noch bis 1959 ist der jeweilige Erzbischof der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche vom koptischen Patriarchen geweiht worden. Seither ist die Kirche autokephal (eigenständig).
Als orthodoxe Kirche hat die äthiopische Kirche in besonderem Maße die Lehren der alten Kirchenväter bewahrt. Die Ausbreitung des Islam bewirkte eine räumliche Isolierung, die das Festhalten an den Traditionen erleichterte. Die äthiopische Kirche hat einen besonders engen Kontakt zum Judentum; auf dem Altar stehen das Kreuz und der Tabot, eine Nachbildung der Bundeslade des Alten Testamentes. Das Afrikanische der Kirche wird sichtbar in der Malerei und hörbar in der eigenen Kirchenmusik. Trotz der räumlichen Isolation war die äthiopische Kirche nie vollständig von der übrigen Christenheit getrennt und es entsprach ihrer Tradition, sich von Beginn an am Weltkirchenrat zu beteiligen.
Die deutsche äthiopische Kirche entstand 1983, um den äthiopischen Flüchtlingen nach den gewaltsamen Veränderungen des Herrschaftssystems in Äthiopien eine pastorale Betreuung zukommen zu lassen. Es ist der tief verwurzelten Gläubigkeit der Äthiopier und dem Engagement der Kleriker zu verdanken, dass diese Kirche aus kleinsten Anfängen aufblühen konnte und heute in 7 stabilen Gemeinden, nämlich in Köln, München, Frankfurt, Berlin, Nürnberg, Stuttgart und Wiesbaden mit eigenem Priester und weiteren Gruppen ohne Priester existiert. Als kleine und arme Diasporagemeinde konnte die äthiopische Kirche von der immer stärker werdenden Ökumene profitieren und hat heute ihren Platz in der deutschen christlichen Gemeinschaft gefunden.
Regelmäßig finden in den einzelnen Gemeinden Sonntagsgottesdienste statt und bei den vielen Festen, die mit großer Beteiligung der Gläubigen gefeiert werden, wird sehr deutlich, dass die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche eine junge dynamische Kirche ist. Fast alle Gläubige der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche betrachten Deutschland als ihre Heimat und sind froh und stolz, dass sie in der eigentlich fremden Heimat in ihre eigene Kirche gehen können, die für ihre nationale Identität und das Selbstwertgefühl von entscheidender Bedeutung ist.
Ansprechpartner:
Erzpriester Dr. Merawi Tebege
Ückeratherstraße 2
50739 Köln
Tel./Fax: 02 21 / 5 99 26 23
19.) Armenisch-Apostolische Kirche
Orientalische orthodoxe Kirchen
Anlässlich des IV. Ökumenischen Konzils in Chalkedon (451 n. Chr.) kam es zur Trennung zwischen der orthodoxen Kirche und den später so bezeichneten orientalischen oder altorientalischen orthodoxen Kirchen. Anlass dieser Trennung waren Fragen der Christologie (göttliche und menschliche Natur Christi). Vor kurzem haben aber beide Kirchenfamilien in ihrem offiziellen Dialog feststellen dürfen, dass diese Fragen heute nicht mehr als kirchentrennend empfunden werden. Die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit soll nun vorbereitet werden.
Armenisch-Apostolische Kirche
Die Ursprünge der Heiligen Armenisch-Apostolischen Orthodoxen Kirche gehen auf die heiligen Aposteln Judas-Thaddäus und Bartholomäus zurück, die in Armenien das Evangelium verkündigten und den Märtyrertod starben.
Dank der Bemühungen des Hl. Gregor des Erleuchters wurde das Christentum im Jahre 301 durch den armenischen König Tiridates III. zur Staatsreligion Armeniens erklärt. Somit wurde Armenien der erste christliche Staat der Welt.
Zweifellos war die Übersetzung der Bibel ins Armenische der entscheidende praktische Schritt im Prozess der Bekehrung Armeniens zum Christentum. Die Voraussetzung zu diesem Schritt wurde erst im Jahre 405/6 mit der Entwicklung des armenischen Alphabets durch den Hl. Mesrop Maschtotz geschaffen.
Die Armenische Kirche erkennt die Beschlüsse der ersten drei ökumenischen Konzile an und ist eine der orientalisch-orthodoxen Kirchen. Das Oberhaupt der Armenisch-Apostolischen Kirche ist der Katholikos Aller Armenier, der seinen Sitz in St. Etschmiadzin, in Armenien hat. Er wird von der National-Kirchlichen Versammlung, bestehend aus Laien und Geistlichen, auf Lebenszeit gewählt, durch 12 Bischöfe gesalbt und in sein Amt eingeführt. Die Bischofskonferenz und der Oberste Geistliche Rat (Geistliche und Laien) stehen dem Katholikos in der Kirchenleitung unterstützend beiseite.
In Nordrhein-Westfalen wirken 3 armenische Gemeinden, in Köln, Bielefeld und Duisburg, mit etwa 10.000 Mitgliedern. In Köln befindet sich seit 1991 auch der Sitz der Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland, der seit 2018 S.E. Bischof Serovpé Isakhanyan als Primas vorsteht.
Diözese der Armenischen Kirche
Bischof Serovpé Isakhanyan
Allensteiner Straße 5 | 50735 Köln
T 02 21 . 7 12 62 23 | F 02 21 . 7 12 62 67
E-Mail: info(at)dakd.de
Web: www.dakd.de
20.) Koptisch-Orthodoxe Kirche
Koptisch-Orthodoxe Kirche in Ägypten
Die Koptisch-Orthodoxe Kirche versteht sich als die ursprüngliche Kirche Ägyptens. Nach der Überlieferung wurde sie bereits im ersten christlichen Jahrhundert vom Evangelisten Markus gegründet. Auf ihn geht auch die Entstehung der Theologischen Schule von Alexandrien zurück, deren bekanntester Theologe Athanasius war. Gegen Arius verteidigte Athanasius die Auffassung, dass Jesus Christus die göttliche und die menschliche Natur in sich vereinte. Dennoch führten theologische Kontroversen um die Christologie auf dem IV. Ökumenischen Konzil in Chalkedon (451 n. Chr.) zur Trennung zwischen der byzantinischen Reichskirche und den später bezeichneten orientalischen Kirche wie die koptisch-orthodoxe Kirche in Ägypten. Im Zuge ökumenischer Dialoggespräche werden die damaligen Trennungen heute anders und neu bewertet, so dass eine Wiederherstellung der kirchlichen Einheit an dieser Stelle möglich geworden ist.
Die Koptisch-Orthodoxe Kirche versteht sich von Anfang an als Märtyrerkirche, die ihre schwersten Verfolgungen unter dem römischen Kaiser Diokletian (236-245 bis 312 n. Chr.) erlitten hat. Ebenso liegen die Anfänge des christlichen Mönchtums in Ägypten, die auf das Wirken des Hl. Antonius und des Hl. Pachomius zurückgehen.
Koptisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland
Rund 10.000 koptisch-orthodoxe Christen leben in ganz Deutschland verteilt. Neben ihrem geistlichen Zentrum im Koptisch-Orthodoxen Kloster in Brenkhausen sind die koptisch-orthodoxen Christen in Nordrhein-Westfalen in der Regel zu Gast in katholischen Pfarrgemeinden und feiern dort ihre eigenen Gottesdienste. Einzelne Gemeinden haben inzwischen auch eigene Kirchen. Gemeinden bestehen in Duisburg-Hochfeld, Münster, Bielefeld und Münster sowie in der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge in Borgentreich. Diese Gemeinden unterstehen Bischof Anba Damian, der seinen Sitz im Koptisch-Orthodoxen Kloster der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Mauritius in Höxter-Brenkhausen hat. Die Gemeinden in Aachen, Düsseldorf, Köln, Bonn und Altena gehören zur Diözese Süddeutschland, die von Bischof Anba Michael im Koptisch-Orthodoxen Kloster des Hl. Antonius in Kröffelbach/Hessen geleitet wird.
Bischof Anba Damian
Diözesanbischof der Diözese Norddeutschland und Vertreter der Koptischen Kirche bundesweit für die Ökumene und im öffentlichen Leben
Propsteistraße 1a, 37671 Höxter-Brenkhausen
Koptisch-Orthodoxes Kloster der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Mauritius
Tel.: 0 52 71 / 18 90 5
E-Mail: bischof(at)koptisches-kloster-hoexter.de
Web: www.koptisches-kloster-brenkhausen.com
21.) Anglikanische Kirche
Kirche entstanden. Durch Auswanderung und Mission im Rahmen des Aufbaus des Britischen Weltreiches hat sich die Anglikanische Kirche in der ganzen Welt ausgebreitet. Auf dem europäischen Festland haben sich schon vor der Reformationszeit englische Kirchen und Gemeinden gebildet. Diese Gemeinden wurden im Jahre 1633 der Church of England (Kirche von England) und dem Bischof von London unterstellt. Heute ist für sie der Bischof von Gibraltar zuständig.
Die Anglikanische Kirchengemeinschaft ist eine Vereinigung innerhalb der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche. Sie bewahrt und verkündet die katholische und apostolische Glaubenslehre und Kirchenordnung, dargelegt im "Book of Common Prayer" ("Allgemeines Gebetbuch"). "Die Anglikanische Kirchengemeinschaft besteht aus Nationalkirchen, die versuchen, christliche Glaubens- und Sittenlehre und die Liturgie den jeweiligen nationalen Bedürfnissen entsprechend zum Ausdruck zu bringen" (Resolution 49 der Lambeth-Konferenz 1930).
Die "Provinzen" der Anglikanischen Kirchengemeinschaft sind unabhängige Kirchen mit eigenen Synoden und kirchlichen Strukturen, aber in lockerer Zusammenarbeit unter Leitung des Erzbischofs von Canterbury; die Bischöfe der Provinzen treffen sich alle zehn Jahre zu der so genannten Lambeth-Konferenz.
Zu den übrigen christlichen Kirchen pflegt die Anglikanische Kirchengemeinschaft freundschaftliche Beziehungen und steht in "full communion" ("voller Sakramentengemeinschaft") mit der Alt-Katholischen Kirche.
In NRW gibt es zurzeit Gemeinden in Bonn/Köln und Düsseldorf sowie Gottesdienststellen in den Britischen Garnisonen.
Ansprechpartner:
Rev. Richard Gardiner
Auf dem Kälberhof 12
53797 Lohmar
Tel: 02247-1472
Mobil: 0172-5328025
E-Mail: richard.gardiner(at)web.de
22.) Alt-Katholische Kirche
Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland ist eine bischöflich-synodal verfasste katholische Kirche, die sich zu den wesentlichen Lehren und Institutionen der ungeteilten Kirche des ersten Jahrtausends in ihrer Vielfalt und Dynamik bekennt.
Sie hat ihren Ursprung in verschiedenen Reformbewegungen.Nach dem Ersten Vatikanischen Konzil (1870) entstanden auch an Rhein und Ruhr Kirchengemeinden derjenigen katholischen Gläubigen, die zwei neue Lehrsätze von der Unfehlbarkeit des Papstes und seinem Primat - seiner absoluten Regierungsgewalt über die ganze Kirche - aus ihrem Gewissen heraus nicht annehmen konnten, sondern beim alten Glauben blieben.
1889 schlossen sich die alt-katholischen Bistümer der Niederlande, Deutschlands und der Schweiz zur Utrechter Union zusammen. Heute sind auch die alt-katholischen Diözesen Österreichs, Tschechiens, Kroatiens und Polens Mitglied. Gemeinden gibt es ebenfalls in Frankreich, Schweden und Dänemark. Die Internationale Alt-Katholische Bischofskonferenz (IBF) der Utrechter Union ist unter anderem zuständig für Fragen des Glaubens und der ökumenischen Beziehungen.
Große Bedeutung haben nach alt-Katholischer Auffassung die stark Basis-orientierten Synoden. Sie führten im Lauf ihrer Entwicklung unter anderem die Frauenordination ein (Deutschland: 1988 erste Diakoninnen-, 1996 erste Priesterinnen-Weihe). Gemäß alt-katholischem Verständnis kommt der Einheit der Kirche große Bedeutung zu. Daraus folgerte die Mitbegründung des Genfer Ökumenischen Rates.
Das deutsche Bistum ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf Bundes- und Landesebene. Mit den anglikanischen Kirchen stehen die alt-katholischen Kirchen seit 1931 in voller Sakramentengemeinschaft, seit 1965 auch mit der Philippinischen Unabhängigen Kirche. In gemischt besetzten Kommissionen pflegt die alt-katholische Kirche den Dialog mit den orthodoxen Kirchen, der römisch-katholischen Kirche, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie der (evangelisch-lutherischen) Kirche von Schweden. Die seit 1974 mit der Orthodoxie erarbeiteten Kommissionstexte liegen den Kirchenleitungen vor und sind inzwischen veröffentlicht. Im Verhältnis zu den Kirchen der EKD gilt seit 1985 die gegenseitige Einladung zum Heiligen Abendmahl.
In Nordrhein-Westfalen gibt es neun Pfarrgemeinden mit 21 Filialgemeinden oder Gottesdienststätten. In Bonn besteht für die Ausbildung von Studierenden der Alt-Katholischen Theologie das Bischöfliche Seminar „Johanneum“ sowie das Alt-Katholische Seminar der Universität Bonn.
Am 2. Juni 2012 wurde in Bonn durch Bischof Dr. Matthias Ring die Namen-Jesu-Kirche eröffnet. Sie ist die Kathedrale des alt-katholischen Bistums in Deutschland und zugleich City-Kirche.
Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland
Dekanat Nordrhein-Westfalen
Pfarrer Clemens Engels
Steubenstraße 13
40599 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211 / 4383835
E-Mail: clemens.engels(at)alt-katholisch.de
23.) Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland
In Nordrhein-Westfalen leben etwa 7.000 Letten, ca. 30 % sind evangelisch-lutherischen Glaubens. Es bestehen hier, als Teil der Propstei Deutschland, in zwei Bezirken vier Gemeinden.
Die Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland wie in der Heimat ist Mitglied des Lutherischen Weltbundes, des Ökumenischen Rates der Kirchen und der Konferenz Europäischer Kirchen.
Ansprechpartner:
N.N.
24.) Evangelisch-methodistische Kirche
Die Anfänge des Methodismus liegen im 18. Jahrhundert in England, wo durch den anglikanischen Geistlichen John Wesley und dessen Anhänger viele Menschen eine geistliche Neuorientierung erfuhren. Erste Gemeindegründungen in Deutschland gab es um 1850 durch Prediger und Rückwanderer aus Nordamerika.
Die Evangelisch-methodistische Kirche (Emk) ist Teil der allgemeinen Kirche, die in Christus ein Leib ist. Darum darf jeder ohne Rücksicht auf Rasse, Hautfarbe, nationaler Herkunft, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Stellung am kirchlichen Leben teilhaben und nach der Ordnung in die Kirche aufgenommen werden (Verfassung der EmK). Sie ist eine evangelische Freikirche. Die Kirchenglieder finanzieren mit ihren freiwilligen Beiträgen und Spenden den gesamten kirchlichen Haushalt. Sie vollzieht die Kindertaufe. Mitglied wird man durch das Bekenntnis zu Christus, das zu einem selbst bestimmbaren Zeitpunkt in einem besonderen Gottesdienst vor der Gemeinde gesprochen wird.
Von Anfang an zeichnet sich die EmK durch ökumenisches Engagement aus. Sie ist Mitglied u. a. im Ökumenischen Rat der Kirchen und in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Seit mehr als 25 Jahren lebt sie in voller Kirchengemeinschaft mit den Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft).
Leitung für den Distrikt Essen:
NN
25.) Herrnhuter Brüdergemeine – Evangelische Brüder-Unität
Die Herrnhuter Brüdergemeine ist eine internationale evangelische Freikirche. Sie ist weltweit in 29 Provinzen gegliedert und synodal verfasst. Entstanden ist sie in der Zeit des Pietismus und versteht sich als Erneuerung der alten böhmisch-mährischen Brüder-Unität.
Die Brüdergemeine versteht sich als eine Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern, die ihr Leben um Jesus als ihren Mittelpunkt ausrichtet. Im Bemühen um einen aktuellen und angemessenen Ausdruck von Glauben entwickelte sie eine Vielfalt von Liedern und liturgischen Formen. Von besonderer Bedeutung ist ihr der Austausch mit Christinnen und Christen in verschiedenen Lebenskontexten und Kulturen.
Sie hat kein eigenes Bekenntnis, ihr sind aber insbesondere die altkirchlichen Bekenntnisse wie auch Bekenntnisschriften aus Geschichte und Gegenwart als Wegweisung und Lobpreis wichtig. In den unterschiedlichen Konfessionen erkennt sie einen Reichtum der Christenheit. Das von der Brüdergemeine herausgegebene Andachtsbuch „Die Losungen“ wird daher über die grenzen der verschiedenen Kirchen hinweg gelesen.
Die Herrnhuter Brüdergemeine in Nordrhein-Westfalen hat als Regionalgemeinde etwa 230 Mitglieder. Deutschlandweit gibt es ca. 5200 Mitglieder in 16 Gemeinden, in der Europäisch-Festländischen Provinz (Bundesrepublik Deutschland, Niederlande, Schweiz, Dänemark, Schweden, Estland, Lettland und Albanien) finden sich ca. 16.000 Mitglieder in Gemeinden, Sozietäten und anderen Gemeinschaftsformen.
Kontakt:
Herrnhuter Brüdergemeine in NRW
Christian Herrmann
Margaretenstraße 21, 47809 Krefeld
Tel: +49 (0)2151-4861976
E-Mail: ch.herrmann(at)ebu.de
26.) Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
Die SELK ist ein Zusammenschluss (1972) von kleineren selbständigen evangelisch-lutherischen Kirchen, die sich im 19. Jahrhundert zumeist in Abwehr bekenntnisrelativierender Unionsbestrebungen und rationalistisch-liberaler Tendenzen in den evangelischen Landeskirchen gebildet haben.
Die SELK steht mit allen ihren Gemeinden "in der Einheit der heiligen, christlichen und apostolischen Kirche, die überall da ist, wo das Wort Gottes rein gepredigt wird und die Sakramente nach der Einsetzung Christi verwaltet werden. Sie bezeugt Jesus Christus als den alleinigen Herrn der Kirche und verkündigt ihn als den Heiland der Welt. Die SELK ist gebunden an die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments als an das unfehlbare Wort Gottes, nach dem alle Lehren und Lehrer der Kirche beurteilt werden sollen. Sie bindet sich daher an die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche, weil in ihnen die schriftgemäße Lehre bezeugt ist, nämlich an die drei ökumenischen Symbole (das Apostolische, das Nicänische und das Athanasianische Bekenntnis), an die unveränderte Augsburgische Konfession und ihre Apologie, die Schmalkaldischen Artikel, den Kleinen und Großen Katechismus Luthers und die Konkordienformel" (Artikel 1 der Grundordnung der SELK).
Diese Bindung an Schrift und Bekenntnis beinhaltet zugleich für die SELK die Aufgabe, das ihre zu tun zur Verwirklichung der "Einheit der heiligen, christlichen und apostolischen Kirche". So ist sie bestrebt, ihre ökumenische Verantwortung wahrzunehmen, indem sie sucht, ihr "Herzstück", die Bedeutung der schriftgebundenen Verkündigung in Lehre und Praxis, in den zwischenkirchlichen Dialog einzubringen.
Die Gesamtkirche hat 33.200 Mitglieder in 11 Kirchenbezirken (unter Leitung je eines Superintendenten) innerhalb von vier Sprengeln (unter je einem Propst). Die Kirchenbezirke Rheinland und Westfalen umfassen etwa 5.300 Gemeindeglieder in 18 Gemeinden mit 15 Pfarrern. Sie bilden zusammen den Sprengel Mitte der SELK. Die Kirchenleitung mit dem Bischof hat ihren Sitz in Hannover.
Ansprechpartner:
Pfarrer Bernd Hauschild
Evang.-Luth. Kreuzgemeinde Bochum der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)
Gahlensche Straße 150
44809 Bochum
Tel.: 02 34 / 52 04 90
E-Mail: hauschild(at)selk.de
Postfach 69 04 07, 30613 Hannover
Web: www.selk.de
27.) Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten)
Zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) gehören Gemeinden aus unterschiedlichen Traditionen: dem Täufertum (J. G. Oncken, Hamburg, 1834), den Brüdergemeinden und pfingstlich geprägten Elim-Gemeinden. 1941 schlossen sich der Bund der Baptistengemeinden und der Bund freikirchlicher Christen (BfC) zum BEFG zusammen.
Der BEFG ist kongregationalistisch verfasst: Die Autonomie der Gemeinden hat hohe Priorität. Die Gemeinden im BEFG bekennen sich zum "dreieinen Gott" und betonen die Bedeutung der Heiligen Schrift als "Grundlage ihres Glaubens und Lebens, ihres Denkens und Handelns", wie es in der Verfassung der BEFG (2005/2006) heisst. Zu den Gemeinden gehören Menschen, die an Jesus Christus glauben und – im Regelfall aufgrund ihres Bekenntnisses – getauft sind.
Das Selbstverständnis der Gemeinden ist es, die Liebe Gottes allen Menschen zu bezeugen, sie zum Glauben an den Sohn Gottes einzuladen und gemeinsam in der Nachfolge Christi zu leben. Die Antwort des Menschen auf die Einladung des Evangeliums kann nur in Freiheit geschehen. Die Gemeinden im BEFG treten deshalb für Glaubens-, Gewissens- und Versammlungsfreiheit ein und für eine Trennung von Kirche und Staat.
Weil Jesus Christus seine Gemeinde in den verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften baut (Rechenschaft vom Glauben, 1995), der Leib Christi jedoch nur einer ist, suchen viele Gemeinden des BEFG die ökumenische Begegnung. Sie bitten Gott um die Glaubwürdigkeit des gemeinsamen Christuszeugnisses.
In Nordrhein-Westfalen hat der BEFG etwa 22.000 Mitglieder in ca. 162 Gemeinden.
Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
Bundesgeschäftsstelle
Johann-Gerhard-Oncken-Straße 7
14641 Wustermark
www.baptisten.de
Landesverband Niedersachsen/Ostwestfalen/Sachsen-Anhalt
Geschäftsstelle:
Prinz-Albrecht-Ring 67
30657 Hannover
www.baptisten-niedersachsen.de
Ansprechpartner:
Harald Pieneck
Augustastr. 6
32052 Herford
Tel.: 0 52 21 / 14 47 97
Email: H.Pieneck(at)t-online.de
Landesverband Nordrhein-Westfalen
im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
in Deutschland K.d.ö.R.
Liebigstraße 7
45154 Essen
Tel.: 0201 746039-10
Fax: 0201 746039-11
E-Mail: info(at)landesverband-nrw.de
Ansprechpartnerin:
Wilhelm Bastek
Rabenweg 46
42115 Wuppertal
Tel.: 0202 / 711614
E-Mail: wilhelm.bastek(at)landesverband-nrw.de
28.) Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden
Der Name "Mennoniten" ist eine Sammelbezeichnung für Gemeinden und Gemeindegruppen, die ihre Wurzeln in den Täuferbewegungen der Reformationszeit haben. Sie verstehen sich als christliche Gemeinden reformatorischer Prägung. Die Gemeinden handeln in allen Fragen des Glaubens und Lebens eigenverantwortlich. Gemeinsam werden nur Angelegenheiten geregelt, mit denen die einzelne Gemeinde überfordert wäre (z.B. Gesangbuch, Außenvertretung gegenüber anderen Kirchen und staatlichen Stellen).
Die Taufe Mündiger, die zuvor eine Glaubensunterweisung durchlaufen haben und die Taufe wünschen, ist Ausdruck für ein Verständnis des christlichen Glaubens, das mit der freien und eigenverantwortlichen Entscheidung der Einzelnen rechnet und sie dabei unterstützt. In der mennonitischen Tradition liegt das Gewicht auf der Gestaltung und Bewährung des Glaubens in einem christlichen Lebenswandel (Nachfolge Christi). In Fragen individueller Glaubensüberzeugungen wird Freiheit gewährt, verbindliche Bekenntnisse gibt es nicht.
Da mennonitische Gemeinden in ihrer Geschichte sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Gesellschaft und Staat gemacht haben, gibt es eine große Vielfalt unter den Gemeinden Europas: niederländische, deutsche, schweizerische, französische und russlanddeutsche Mennoniten haben jeweils eigene Traditionen ausgebildet.
Aufgrund ihrer Erfahrungen der Zurückweisung, Diskriminierung und Verfolgung (bis zum Martyrium) haben Täufer schon im 16. Jahrhundert ein besonderes Gespür für die Aussagen des Neuen Testamentes entwickelt, in denen von Leidensbereitschaft und Gewaltlosigkeit in der Nachfolge Jesu gesprochen wird. Täufer und Mennoniten haben damit früh staatliches Gewalthandeln und Kriegführung unter Berufung auf das Neue Testament in Frage gestellt. Sie sind Fürsprecher von Glaubens- und Gewissensfreiheit und Toleranz.
Seit 1990 sind die Mennoniten hierzulande in der "Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland" (AMG) zusammengeschlossen. Diese übernimmt die Vertretung gegenüber staatlichen Organen, in der ACK Deutschland, in der Mennonitischen Weltkonferenz (ca. 1,7 Mio. Mitglieder in über 60 Ländern). Sie fasst die Arbeit der mennonitischen Hilfswerke, Friedensarbeit, und Mission zusammen. Die Gemeinden in NRW gehören darüber hinaus der "Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden" an, die Gründungsmitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen ist.
Die AMG vertritt rund 5.000 getaufte Mitglieder, davon etwa 950 in NRW. Diese Gemeinden sind in Bielefeld-Sennestadt (seit 1984), Gronau (1900) und Krefeld (seit 1607). Die Gemeinden russlanddeutscher Mennoniten, die seit den 1970er Jahren entstanden, oder solche, die von der Zuwanderung stark geprägt sind, bilden eigene Strukturen. Die Zusammenarbeit geschieht bisher nur punktuell. Allein in NRW kann bei diesen Gemeinden von einer fünfstelligen Gesamtmitgliederzahl ausgegangen werden, vor allem im Raum Bielefeld und Espelkamp.
Ansprechpartner:
Pfarrer Christoph Wiebe
Mennonitengemeinde Krefeld
Königstraße 132
47798 Krefeld
Tel.: 0 21 51/ 65 83 90
Fax: 0 21 51 /65 83 916
E-Mail: cw(at)mennoniten-kr.de
29.) Die Heilsarmee
Die Heilsarmee ist eine internationale christliche Gemeinschaft, die begeisterten, freudigen Glauben an Jesus Christus mit wirkungsvollem, weltweitem sozialen Dienst verbindet. Die etwa 87 Korps (Gemeinden) und Sozialeinrichtungen in Deutschland befinden sich überwiegend in den Großstädten. Die Bestimmung der Heilsarmee beruht auf dem Auftrag, Gottes Wort und Ordnungen allen Menschen zu vermitteln. Ihre Grundsätze fordern von den Heilssoldaten (ehrenamtlichen Mitgliedern):
- Glauben an das Heil durch Christus
- Streben nach christlicher Vervollkommnung (Heiligung)
- Enthaltsamkeit von Alkohol, Nikotin und sonstigen Rauschgiften
- Hingabe an den Dienst für den Nächsten.
Die Schwerpunkte sind vor allem evangelistische und gemeindebildende Arbeit mittels aller geeigneten Methoden der Evangelisation. Die Heilsarmee ist dabei bestrebt, die gewonnenen Gläubigen in eigenen Gemeinden zusammenzufassen und zur Mitarbeit heranzubilden, ohne jedoch Menschen abzuwerben, die bereits in einer anderen Gemeinde verwurzelt sind. Sie enthält sich dabei jeder politischen Tätigkeit und Beeinflussung und verrichtet ihre Arbeit ohne Rücksicht auf Unterschiede in Bezug auf Rasse, Nationalität oder Geschlecht. Die geistliche Arbeit eines Korps ist untrennbar verbunden mit sozialem Dienst.
Besondere soziale Schwerpunkte sind Nichtsesshaftenhilfe, Hilfe für Alkoholiker, Gefangenen- und Strafentlassenenbetreuung, Betreuung Drogenabhängiger, sozial-schwacher Familien und Einzelpersonen, Altenhilfe und anderes mehr.
Die Heilsarmee Territoriales Hauptquartier, Entwicklung geistlichen Lebens
Salierring 23-27
50677 Köln
Telefon: 0221 / 20819-251
30.) Mülheimer Verband freikirchlich-evangelischer Gemeinden
Der Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MVFEG) ist eine evangelische Freikirche, deren Wurzeln auf eine erweckliche Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts innerhalb der evangelischen Landeskirchen zurückgehen.
Nach dem "Erweckungsjahr" 1905 in Mülheim/Ruhr, der daraus folgenden Gründung der ersten Gemeinde (heute Christus-Gemeinde Mülheim) im selben Jahr und der sich über Deutschland ausbreitenden geistlichen Bewegung, schlossen sich viele neu entstandene Gemeinden und Gemeinschaften 1909 zum "Christlichen Gemeinschaftsverband Mülheim an der Ruhr" zusammen. Mit der Verabschiedung eines neuen Selbstverständnisses 1998 erhielt die Kirche den Namen "Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden".
In den Anfangsjahren entwickelten sich immer deutlicher eigenständige Strukturen und ein eigenständiges theologisches Profil. Diesem Prozess folgte die Konsequenz, sich als eigenständige Kirche zu gründen und zu etablieren. Heute ist der MVFEG eine evangelische Freikirche in Deutschland auf der Grundlage einer evangelikal-charismatischen Frömmigkeit bzw. Theologie. Sie bietet selbständigen Ortsgemeinden eine geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft an mit dem Ziel, diese Gemeinden darin zu unterstützen, Gott durch ein kontinuierliches Wachstum in den für die Gemeinde Jesu biblisch vorgegebenen Werten und Zielen zu verherrlichen.
Die Gemeinden des MVFEG erstreben
- einen durch Wort und Geist gelebten Glauben
- eine biblische Theologie
- eine glaubwürdige Evangelisation
- verbindliche christliche Gemeinschaft
- eine ganzheitliche Diakonie
- eine zielorientierte Gemeindestrategie
Darüber hinaus suchen sie einen Beitrag zu leisten
- zur Evangelisierung Deutschlands – auch durch neu zu gründende Gemeinden
- zur Einheit der Kirche Jesus Christi in unserem Land – durch eine Zusammenarbeit auf ökumenischer Ebene, die vor Ort durch gegenseitige Achtung und Liebe bestimmt wird
- zur Weltmission – auch durch Entsendung von Mitarbeitern (Zusammenarbeit z. B. mit Partnerkirchen in Indonesien und Sambia)
Im Bereich der Evangelischen Allianz arbeitet der MVFEG zusammen mit Gemeinden der evangelischen Landeskirchen, Gemeinschaften, anderen Freikirchen und christlichen Werken. Er ist Mitglied in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen und auf Bundesebene seit 2009 Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. In Nordrhein-Westfalen hatte der MVFEG bei Redaktionsschluss noch den Gastmitglied-Status. Innerhalb der ACK sind Delegierte auf Bundes-, Landes- und Lokalebene vertreten.
Im Westbund des MVFEG gibt es folgende Gemeinden: Christus-Gemeinde Duisburg, Christus-Gemeinde Oberhausen, Christus-Gemeinde Mülheim, Credo-Gemeinde Mülheim-Saarn, Christus-Gemeinde Gelsenkirchen, Volksmission Datteln sowie die Jesus-Gemeinde in Niestetal-Sandershausen bei Kassel. Die Philippus-Gemeinde in Bielefeld gehört zum Weser-Ems-Bund des MVFEG gehört. Die aktuelle Mitgliederzahl aller Gemeinden im Westbund sowie der Bielefelder Gemeinde beträgt 610, wobei die Besuchszahlen im Gottesdienst höher sind.
Präses Ekkehart Vetter
Uhlandstraße 25
45468 Mülheim a. d. Ruhr
Tel.: 02 08 / 47 16 52
Fax: 02 08 / 47 99 34
E-Mail: info(at)cgmuelheim.de
www.muelheimer-verband.de
Pastor Thomas Klappstein
Am Bollheister 56
47249 Duisburg
Tel. 0203 / 72 14 28
E-Mail: thokla1(at)gmx.de
31.) Bund Freier evangelischer Gemeinden
Freie evangelische Gemeinden gehören zu den evangelischen Freikirchen. Sie haben ihren Ursprung in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts und im reformierten Pietismus. Ihre Wurzeln liegen in der Reformation und der englischen Freikirchenbewegung des 16. Jahrhunderts. 1854 entstand die erste deutsche Freie evangelische Gemeinde in Wuppertal. 1874 kam es zur Gründung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland.
Die Gemeinden gehören zum kongregationalistischen Kirchentypus. Sie sind davon überzeugt, dass aus der frei geschenkten Gnade Gottes in Jesus Christus Freiheit und Verbindlichkeit des persönlichen Glaubens und der Gemeinde erwachsen. Mit den anderen Freikirchen verbindet sie das Selbstverständnis als Freiwilligkeitsgemeinde, in der man nur aufgrund eines persönlichen Glaubensbekenntnisses Mitglied wird. Außerdem wird die Trennung von Kirche und Staat betont.
In der Präambel seiner Verfassung von 1995 erklärt der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland unter anderem:
"Der Bund Freier evangelischer Gemeinden ist eine geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft selbständiger Gemeinden. Verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und Leben in Gemeinde und Bund ist die Bibel, das Wort Gottes.
Die Gemeinden stimmen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis überein. Die Gemeinden wollen sich in ihrem Aufbau und Dienst nach der im Neuen Testament erkennbaren Lebensweise der Gemeinde ausrichten. Bei aller Vielgestaltigkeit ist ihre Zusammengehörigkeit im Bund für sie eine verpflichtende Gemeinschaft.
Die Bundesgemeinschaft trägt als Teil der weltweiten Christusgemeinde zu deren Einheit im biblischen Sinne bei."
Weil in Jesus Christus die Einheit der Glaubenden begründet ist, bemüht sich der Bund, diese innerhalb und außerhalb seiner Grenzen sichtbar darzustellen. Er schätzt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zum wechselseitigen Kennenlernen der Kirchen, zum Hören aufeinander sowie als Koordinationsplattform für gemeinsame christliche Aktivitäten sozial-karitativer, missionarischer, politischer und gesellschaftlicher Art.
In den Freien evangelischen Gemeinden wird die Frage nach dem Status und der Mitarbeit innerhalb der ACK unterschiedlich eingeschätzt und beantwortet. Einige Gemeinden halten Distanz zu lokalen ACK’s, andere sind Gastmitglied, einige Vollmitglied. Die Region West ist seit 2017 Vollmitglied der ACK in NRW.
Der Sitz des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland ist Witten. Zu ihm gehören ca. 480 Ortsgemeinden mit ca. 43.000 Mitgliedern. Hinzu kommen 12.000 Kinder, 4.000 Teenager und 5.000 Jugendliche. Zu den Institutionen, die mit ihm verbunden sind, gehören die Allianz-Mission, die Diakonischen Werke Bethanien in Solingen und Elim in Hamburg, der Bundes-Verlag Witten, das Theologische Seminar Dietzhölztal-Ewersbach und die Spar- und Kreditbank Witten. In NRW gibt es 115 Freie evangelische Gemeinden mit rund 13.000 Mitgliedern.
Ansprechpartner:
Pastor Gert Markert
Freie evang. Gemeinde
Bandwirkerstraße 28-30
42369 Wuppertal
Telefon: 0202 / 5 19 95 88
E-Mail: gert.markert(at)feg.de
Web: www.feg.de
Gemeindezeitschrift: Christsein Heute, Bundes-Verlag
32.) Apostolische Gemeinschaft e. V.
Die Apostolische Gemeinschaft (AG) ist ein Zusammenschluss verschiedener reformatorischer Glaubensgemeinschaften, die ihre geschichtlichen Wurzeln in den aus der Erweckungsbewegung um 1830 in England und Schottland entstandenen Katholisch-apostolischen Gemeinden haben.
Die AG versteht sich als Freikirche und als eine Abteilung innerhalb der Kirche Jesu Christi. Sie bekennt sich zu der einen, heiligen, katholischen (allumfassenden) und apostolischen (gesandten) Kirche. Grundlage ihres Glaubens ist das Gesamtzeugnis der heiligen Schrift. Ihr Glaubensbekenntnis ist das altkirchliche Apostolicum. Darüber hinaus erkennt sie das Bekenntnis von Nicäa-Konstantinopel als gemeinsames Bekenntnis der Christenheit an.
Für die AG steht das Zeugnis von Jesus Christus im Mittelpunkt der Evangeliumsverkündigung. Jesus Christus ist der gekreuzigte, auferstandene, aufgefahrene und wiederkommende Herr. Er allein ist das Haupt seiner Kirche und Mittler zwischen Gott und den Menschen. Das Ziel ihres Dienstes ist die Ausbreitung und Förderung des christlichen Glaubens auf der Grundlage der Bibel. Sie lädt Menschen ein, sich mit Gott versöhnen zu lassen, und ruft sie in die Nachfolge als Jüngerinnen und Jünger von Jesus Christus. Die persönliche und freie Glaubensbeziehung zu Jesus Christus soll die Menschen zu einem mündigen und aktiven Christsein befähigen.
Die AG ist bestrebt, zusammen mit anderen Christen ein gemeinsames Zeugnis für Jesus Christus abzulegen. Sie arbeitet deshalb mit in zwischenkirchlichen Einrichtungen und ökumenischen Verbänden, z.B. in den verschiedenen ACK’s auf Orts- und Landesebene. Sie bemüht sich, so zu einem glaubwürdigen Zeugnis der Kirche insgesamt in dieser Welt beizutragen. Die Einheit unter Christen ist ihr ein großes Anliegen geworden.
In Nordrhein-Westfalen zählt die AG etwa 2.500 Mitglieder in 24 Gemeinden. Aller Dienst der Verkündigung, Seelsorge, Kinder- und Jugendarbeit usw. wird bis auf ganz wenige Ausnahmen ehrenamtlich wahrgenommen.
Apostolische Gemeinschaft e.V.
Cantadorstraße 11
40211 Düsseldorf
Vorsitzender: Ulrich Hykes
Tel.: 02 11 / 35 03 99
Fax: 02 11 / 3 61 37 35
E-Mail: verwaltung(at)apostolisch.de
Web: www.apostolisch.de
Mitglieder: etwa 3.600 (Deutschland)
Gemeinden: etwa 46 (Deutschland)
Ansprechpartner:
Detlef Lieberth
Christophstraße 14
50259 Pulheim
Tel.: +49 (0) 2238 13759
lieberthdetlef(at)gmail.com
33.) Neuapostolische Kirche (NAK) - Mit Gasthaus
Die Neuapostolische Kirche (NAK) ist eine weltweit tätige christliche Kirche. Grundlage ihrer Lehre ist die Heilige Schrift. Sie ist mit etwa 335.000 Mitgliedern in Deutschland die mitgliederstärkste Kleinkirche.Weltweit bekennen sich nahezu neun Millionen Christen zum neuapostolischen Glauben.
Struktur und Verbreitung
Geistliches Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche ist der Stammapostel. Er ist richtungweisend in theologischen Fragen und gewährleistet die kirchliche Einheit. Die Neuapostolische Kirche ist gegliedert in rechtlich selbständige Gebietskirchen, die jeweils von einem Bezirksapostel geleitet werden (Kirchenpräsident). Ihm stehen weitere Apostel zur Seite. Diese werden auf Bezirks- und Gemeindeebene von weiteren Amtsträgern unterstützt. Die Amtsträger sind Laien aus unterschiedlichsten Berufsgruppen, die ihren Dienst in der Kirche ehrenamtlich ausüben.
In Deutschland zählt die Neuapostolische Kirche 330.000 Mitglieder in 1.700 Gemeinden mit rund 15.000 Amtsträgern.In dem Bereich, der zur ACK-NRW gehört, leben über 80.000 neuapostolische Christen. Sie werden in rund 300 Gemeinden von über 3.000 Seelsorgern betreut.
Historische Entwicklung
Die Wurzeln der Neuapostolischen Kirche reichen in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück. Gläubige Christen unterschiedlicher Konfessionen beteten in England und Schottland um ein verstärktes Wirken des Heiligen Geistes. Entsprechende Weissagungen traten auf. Eine solche Weissagung führte 1832 in einer Gebetsversammlung dazu, dass einer der Anwesenden als Apostel bezeichnet wurde.
Bis 1835 wurden zwölf Apostel durch prophetisch begabte Personen gerufen und in der Folge kirchliche Strukturen geschaffen. Das Kennzeichen der neu entstandenen Katholisch-apostolischen Kirche war, dass an ihrer Spitze Apostel standen, die durch Handauflegung die Gabe Heiligen Geistes spendeten, um die Gläubigen für die bald erwartete Wiederkunft Christi zu bereiten.
Wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten über die weitere Entwicklung der Kirche, insbesondere zur Frage, ob zwischenzeitlich verstorbene und ausgeschiedene Apostel ersetzt und weitere berufen werden sollten, kam es Anfang 1863 zur Trennung. Dies führte zunächst zur europaweiten, dann zur globalen Ausweitung der Kirche, die sich zunächst Neuapostolische Gemeinde nannte – zur Unterscheidung von den ersten apostolischen Gemeinden. Seit 1930 wird die heutige Bezeichnung „Neuapostolische Kirche“ verwendet.
Kirchenverwaltung:
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
Kullrichstraße 1
44141 Dortmund
Telefon 0231 57700-0
E-Mail: info(at)nak-west.de
Ansprechpartner:
Ulrich Hedtfeld
Berghofer Str. 218a
44269 Dortmund
Tel.: 0231 484042
E-Mail: hedtfeldulrich(at)gmail.com
Udo Bilgard
Roggenkamp55
58454 Witten
Tel.: 02303 47502
E-Mail: udo.bilgard(at)nak-dortmund.de
34.) Religiöse Gesellschaft der Freunde - Quäker
Die Religiöse Gesellschaft der Freunde entstand Mitte des 17. Jahrhunderts durch George Fox in Großbritannien und verbreitete sich von dort aus über die ganze Welt. Beim Suchen nach der Wahrheit machte Fox die Erfahrung: "Es gibt einen, nämlich Jesum Christum, der zu deiner Lage sprechen kann" (Tagebuch). Er hatte damit erkannt, dass Gott ohne menschlichen Mittler von jedem Menschen erfahren werden kann: denn in jedem Menschen ist Christus Jesus als das innere Licht oder "das von Gott" lebendig. Fox fand Anhänger, es bildeten sich Gruppen, die sich zunächst "Kinder des Lichts" nannten. Später wurde daraus die Gesellschaft der Freunde (Joh. 15,14).
Die Freunde haben kein besonderes Glaubensbekenntnis; denn der Buchstabe tötet den Geist, und jede Formulierung trägt die Gefahr in sich, Streit über den Sinn der Worte zu entfachen. Ebenso wenig haben die Freunde irgendwelche Liturgie und besondere Sakramente. Sie denken, dass das ganze Leben ein Sakrament ist. Die Freunde kommen zur schweigenden Andacht zusammen und warten in der Stille auf Gottes Wort. Es gibt in der Gesellschaft der Freunde keine beamteten und bezahlten Prediger. In der Andacht ist jeder einzelne für das, was im gemeinsamen Schweigen geschieht, verantwortlich. Fühlt einer der Anwesenden, dass er etwas zu sagen hat, so kann er aus dem Schweigen heraus sprechen oder beten. Die Freunde lesen die Bibel, um den Geist zu erfahren, aus dem heraus sie geschrieben wurde. Die Vielfalt der Aussagen zur Wahrheit schenkt ihnen die Möglichkeit, den Anforderungen ihres Lebens gerecht zu werden und in dieser Welt zu bestehen.
Die Freunde lehnen Gewalt, Kriegsdienst und jeden Eid ab. Aus dieser geistigen Haltung heraus fühlen sich die Freunde berufen, Frieden zwischen den Menschen zu schaffen und versöhnend zu wirken.
Kleine Freundesgruppen in Deutschland, die schon im 17. und Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden waren, konnten unter dem Druck der Verhältnisse nicht überleben. Einige Freundesfamilien wanderten nach den USA aus. Nach dem ersten Weltkrieg bildeten sich als Folge der Hilfsarbeit (Quäkerspeisung) englischer und amerikanischer Freunde neue kleine Quäkergruppen. 1925 wurde die Deutsche Jahresversammlung gegründet. Während der Zeit des Nationalsozialismus gerieten die deutschen Freunde wegen ihres Einsatzes für verfolgte Juden in Schwierigkeiten. Die Deutsche Jahresversammlung hat heute, einschließlich der Freunde aus Österreich, nur noch knapp 280 Mitglieder. In NRW leben etwa 40 Mitglieder. Gemeinsam mit Freunden der Freunde treffen sie sich in Dortmund, Düsseldorf, Köln und Wuppertal zu Andachten.
Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker)
Deutsche Jahresversammlung e.V.
Dietrich Krebs
Bezirk Rhein-Ruhr der deutschen Jahresversammlung
Düsseldorfer Straße 110
40878 Ratingen
Tel.: 0173 2948497
E-Mail: dietrich.krebs(at)web.de
Zeitschrift: "QUÄKER" (alle zwei Monate)
35.) Freikirche der Siebenten–Tags–Adventisten in Nordrhein–Westfalen
Die Wurzeln der Siebenten-Tags-Adventisten finden sich in den Erweckungsbewegungen, die um 1800 in Europa und den Vereinigten Staaten zum lebendigen Glauben an Christus führen wollten. Die Adventisten gründeten 1863 ihre Generalkonferenz als oberste, weltweite Leitung und gaben sich die Form einer Freikirche. Die erste Gemeinde in Deutschland entstand 1875 in Wuppertal-Vohwinkel.
Die Taufe stellt den Beginn eines Lebens mit Christus dar. Deshalb werden nach dem Zeugnis des Neuen Testaments Menschen durch Untertauchen getauft, wenn sie Jesus als Erlöser erkennen, sein Wort annehmen und an ihn glauben. Die Zehn Gebote sind von Christus in der Bergpredigt erklärt und vertieft. Das Halten der Gebote kann niemanden erretten. Aber wer Jesus nachfolgt, für den sind sie ewige, unabänderliche Maßstäbe seines Handelns. Dazu gehört auch die Beachtung des vierten Gebotes: die Heiligung des Sabbats, des heutigen Samstags.
Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass Jesus Christus wiederkommt, ohne dabei mit irgendwelchen Daten zu spekulieren. Das Abendmahl, dem die Fußwaschung vorausgeht, wird in der Regel vierteljährlich gefeiert. Adventisten glauben an den dreieinigen Gott und stimmen mit den drei altkirchlichen Bekenntnissen überein. Die Bibel ist die alleinige Grundlage ihres Glaubens.
Ansprechpartner:
Stefan Adam
Bochumer Str. 229
44625 Herne
Tel.: +49 2323 227 59-0
Fax: +49 2323 227 59-99
E-Mail: nrw(at)adventisten.de
Website: www.adventisten.de
36.) Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden – Region Nordrhein-Westfalen
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) ist eine junge Gemeindebewegung, deren Anfänge in Deutschland 100 Jahre zurückliegen. Im Zuge der weltweiten pfingstlichen Bewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts bildeten sich in den Jahren 1906 bis 1908 die ersten Gemeinden der heutigen Pfingstkirchen in Deutschland. Nach dem 2. Weltkrieg entstand daraus der BFP, der heute der größte Bund von Pfingstgemeinden in Deutschland ist. Er ist in Regionen gegliedert, die oft den Bundesländern entsprechen, so auch in NRW. Weltweit bilden die Pfingstgemeinden mit ca. 554 Millionen Mitgliedern die größte evangelische Denomination.
Das namensgebende Merkmal der Pfingstgemeinden sind der Glaube und die lebendige Erfahrung, dass der Heilige Geist an Pfingsten die Jünger Jesu erfüllt hat und dies seitdem auch für jeden Menschen erfahrbar ist, der Jesus Christus als seinen Herrn bekennt. In Pfingstgemeinden gibt es eine starke Zusammengehörigkeit unter den Mitgliedern; aus immer neu gemachten Erfahrungen der Gegenwart Gottes beziehen sie ihre Kraft für den Alltag und ihre Lebendigkeit. Die Aufmerksamkeit der Gemeinde gilt dem ganzen Menschen mit seinen spirituellen, seelischen und praktischen Bedürfnissen und Nöten.
Als Freikirche glaubt der BFP, dass Voraussetzung der Mitgliedschaft in seinen Gemeinden ein bewusstes Bekenntnis zu Jesus Christus ist, das sich in der Taufe ausdrückt. Wir wollen Kontakte zu anderen christlichen Gemeinden, damit Christen aus unterschiedlichen Kirchenhintergründen sich kennen und schätzen lernen. Hierfür ist auch die ACK ein geeignetes Forum.
Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
Region Nordrhein-Westfalen
Windhukstraße 102
42277 Wuppertal
Regionalleiter: Egbert Warzecha
Christus-Gemeinde Wuppertal
Ernst-Moritz-Arndtstr. 29
46240 Bottrop
Tel.: 02041 / 4628818
Mitglieder: 5.000 (NRW)
Gemeinden: 100 (NRW)
Ansprechpartner:
Pastor Klaus-Dieter Passon
Grafenberger Allee 53
40237 Düsseldorf
E-Mail: klaus-dieter.passon(at)bfp.de