Alt-Katholische Kirche

Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland ist eine bischöflich-synodal verfasste katholische Kirche, die sich zu den wesentlichen Lehren und Institutionen der ungeteilten Kirche des ersten Jahrtausends in ihrer Vielfalt und Dynamik bekennt.

Sie hat ihren Ursprung in verschiedenen Reformbewegungen. Nach dem Ersten Vatikanischen Konzil (1870) entstanden auch an Rhein und Ruhr Kirchengemeinden derjenigen katholischen Christen, die die neuen Glaubenssätze von der Unfehlbarkeit des Papstes und von seinem Jurisdiktionsprimat – seiner Gesetzgebungs- und Regierungsgewalt über die ganze Kirche und über alle Bistümer – aus ihrem Gewissen heraus nicht annehmen konnten, sondern beim alten Glauben blieben.

1889 schlossen sich die alt-katholischen Kirchen der Niederlande, Deutschlands und der Schweiz zur Utrechter Union zusammen. Heute sind auch die Alt-Katholiken Österreichs, Tschechiens, Kroatiens und Polens Mitglied. Gemeinden gibt es ebenfalls in Frankreich, Schweden und Dänemark. Die Internationale Alt-Katholische Bischofskonferenz (IBF) der Utrechter Union ist unter anderem zuständig für Fragen des Glaubens und der ökumenischen Beziehungen.

Aus theologischer Überzeugung schafften die Synoden der alt-katholischen Kirche den Pflichtzölibat ab (1878) und führten im Laufe ihrer Entwicklung die Frauenordination ein (1982/1989). Die alt-katholischen Kirchen treten von ihrem Selbstverständnis her für die Einheit der Kirche ein. Sie sind Mitbegründer des Ökumenischen Rates der Kirchen. Das deutsche Bistum ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf Bundes- und Landesebene.

Mit den anglikanischen Kirchen stehen die alt-katholischen Kirchen seit 1931 in voller Sakramentengemeinschaft, seit 1965 auch mit der Philippinischen Unabhängigen Kirche. In gemischt besetzten Kommissionen pflegt die alt-katholische Kirche den Dialog mit den orthodoxen Kirchen, der römisch-katholischen Kirche, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie der (evangelisch-lutherischen) Kirche von Schweden. Die seit 1974 mit der Orthodoxie erarbeiteten Kommissionstexte liegen den Kirchenleitungen vor und sind inzwischen veröffentlicht. Im Verhältnis zu den Kirchen der EKD gilt seit 1985 "die gegenseitige Einladung zur Teilnahme an der Eucharistie".

In Nordrhein-Westfalen gibt es neun Pfarrgemeinden mit 21 Filialgemeinden oder Gottesdienststätten. In Bonn besteht für die Ausbildung von Studierenden der Alt-Katholischen Theologie das Bischöfliche Seminar "Johanneum" sowie das Alt-Katholische Seminar der Universität Bonn. Am 2. Juni 2012 wurde in Bonn durch Bischof Dr. Matthias Ring die Namen-Jesu-Kirche eröffnet. Sie ist die Bistums- und Bischofskirche (Kathedra) des alt-katholischen Bistums in Deutschland.

Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland
Dekanat Nordrhein-Westfalen

Pfarrer Cornelius Schmidt
Dreikönigenstr. 54
47799 Krefeld
Tel.: 0179-1113342
E-Mail: k@tholis.ch

 

Kirchenzeitung: "Christen heute"

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