Bund Freier Evangelischer Gemeinden in Deutschland

Freie evangelische Gemeinden gehören zu den evangelischen Freikirchen. Sie haben ihren Ursprung in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts und im reformierten Pietismus. Ihre Wurzeln liegen in der Reformation und der englischen Freikirchenbewegung des 16. Jahrhunderts. 1854 entstand die erste deutsche Freie evangelische Gemeinde in Wuppertal. 1874 kam es zur Gründung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland.

Die Gemeinden gehören zum kongregationalistischen Kirchentypus. Sie sind davon überzeugt, dass aus der frei geschenkten Gnade Gottes in Jesus Christus Freiheit und Verbindlichkeit des persönlichen Glaubens und der Gemeinde erwachsen. Mit den anderen Freikirchen verbindet sie das Selbstverständnis als Freiwilligkeitsgemeinde, in der man nur aufgrund eines persönlichen Glaubensbekenntnisses Mitglied wird. Außerdem wird die Trennung von Kirche und Staat betont.

In der Präambel seiner Verfassung von 1995 erklärt der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland unter anderem:

"Der Bund Freier evangelischer Gemeinden ist eine geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft selbständiger Gemeinden. Verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und Leben in Gemeinde und Bund ist die Bibel, das Wort Gottes.

Die Gemeinden stimmen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis überein. Die Gemeinden wollen sich in ihrem Aufbau und Dienst nach der im Neuen Testament erkennbaren Lebensweise der Gemeinde ausrichten. Bei aller Vielgestaltigkeit ist ihre Zusammengehörigkeit im Bund für sie eine verpflichtende Gemeinschaft.

Die Bundesgemeinschaft trägt als Teil der weltweiten Christusgemeinde zu deren Einheit im biblischen Sinne bei."

Weil in Jesus Christus die Einheit der Glaubenden begründet ist, bemüht sich der Bund, diese innerhalb und außerhalb seiner Grenzen sichtbar darzustellen. Er schätzt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zum wechselseitigen Kennenlernen der Kirchen, zum Hören aufeinander sowie als Koordinationsplattform für gemeinsame christliche Aktivitäten sozial-karitativer, missionarischer, politischer und gesellschaftlicher Art.

In den Freien evangelischen Gemeinden wird die Frage nach dem Status und der Mitarbeit innerhalb der ACK unterschiedlich eingeschätzt und beantwortet. Einige Gemeinden halten Distanz zu lokalen ACK’s, andere sind Gastmitglied, einige Vollmitglied. Die Region West ist seit 2017 Vollmitglied der ACK in NRW.

Der Sitz des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland ist Witten. Zu ihm gehören ca. 480 Ortsgemeinden mit ca. 43.000 Mitgliedern. Hinzu kommen 12.000 Kinder, 4.000 Teenager und 5.000 Jugendliche. Zu den Institutionen, die mit ihm verbunden sind, gehören die Allianz-Mission, die Diakonischen Werke Bethanien in Solingen und Elim in Hamburg, der Bundes-Verlag Witten, das Theologische Seminar Dietzhölztal-Ewersbach und die Spar- und Kreditbank Witten. In NRW gibt es 115 Freie evangelische Gemeinden mit rund 13.000 Mitgliedern.

Ansprechpartner:
Pastor Gert Markert
Freie evang. Gemeinde
Bandwirkerstraße 28-30
42369 Wuppertal
Telefon: 0202 / 5 19 95 88
E-Mail: gert.markert@feg.de
www.feg.de
Gemeindezeitschrift: Christsein Heute, Bundes-Verlag

Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise

Guter und barmherziger Gott! In Zeiten von Verunsicherung und Krankheit kommen wir gemeinsam zu Dir und werfen alle unsere Sorgen auf Dich. Du schenkst uns neue Zuversicht, wenn uns Misstrauen und Unsicherheit überwältigen.
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Kontakt

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen
Domplatz 27
48143 Münster
Telefon: 0251 495-269
info@ack-nrw.de

Anschrift ACK NRW

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der Evangelischen Kirche von Westfalen
Olpe 35
44135 Dortmund
Telefon: 0231 54 09-72
info@ack-nrw.de

Termine

  • 7. Februar 2021
    „Was mich nährt“ – Ökumenischer Gottesdienst zum Kirchentagssonntag live aus Paderborn
    https://www.oekt.de/
  • ABGESAGT: 8. bis 16. September 2021
    Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe...
  • NEUER TERMIN: 31. August bis 8. September 2022
    Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK)nn
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